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April 2010

Persönlich-Kolumne: Immer das Gleiche - und doch wieder neu

Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich

Vorsteher Industrielle Betriebe, Andres Türler

Vorsteher Industrielle Betriebe, Andres Türler

Das Sechseläuten steht vor der Tür, und wie immer freue ich mich darauf. Ein anstrengender Wahlkampf ist vorbei, und ich bin dankbar, dass ich als gewöhnlicher Zünfter diesen besonderen Tag einfach geniessen kann. Mir gefällt auch der Gedanke, dass wir es in diesem Jahr zum letzten Mal erleben, dass die Frauen im Zug der Zünfte nicht richtig dabei sind.

Ich gebe zu, dass unser Frühlingsfest auf der einen Seite immer das Gleiche ist. Auf der andern Seite ist aber dieses scheinbar immer Gleiche jedes Jahr wieder reizvoll, weil es mit neuen Inhalten gefüllt ist. Besonders gespannt bin ich auf die Reden in den Zunftstuben, auch wenn ich als Politiker dabei oft etwas abbekomme. Auch der Auftritt des Gastkantons auf dem Lindenhof wird Überraschendes bringen. Von Nidwalden wissen wir in Zürich vielleicht, dass der Halbkanton Steueroptimierer anzieht und im Gegensatz zu seiner noch jungen Konkurrenz Obwalden auch attraktive Wohnlagen am See anzubieten hat. Aber schon wenn es darum geht, welcher Ort in welchem Kanton liegt, komme ich in Schwierigkeiten. Sicher bin ich hingegen, dass aus dem Kanton Nidwalden Geld in die grossen Zürcher Kulturinstitutionen fliesst - vielen Dank dafür!

Mit etwas weniger Vorfreude sehe ich dem 1. Mai entgegen. Weil die Polizeivorsteherin nicht mehr und der Nachfolger noch nicht im Amt ist, werde ich am Tag der Arbeit in der politischen Verantwortung stehen. Auch hier ist mit Gästen aus andern Städten und Kantonen zu rechnen, die aber leider eher negativ auffallen. Die Stadt Zürich wirkt als Magnet - die einen suchen (und finden) hier das Paradies, die andern machen uns die Hölle heiss. Ich wünsche Ihnen ein schönes Sechseläuten  mit den Gästen aus Nidwalden und einen friedlichen 1. Mai, mit einem Umzug in Anstand und Würde. 

Andres Türler,
Vorsteher Industrielle Betriebe


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