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Medienmitteilungen
4. Mai 2009
ewz.zürinet blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Anfang Juni 2008 nahm ewz.zürinet den operativen Betrieb auf. Mittlerweile erreicht das Netz Gebäude mit ca. 9000 Anschlüssen. Bis Ende Jahr werden es 15'000 bis 18'000 sein. Orange bietet als erster Service Provider seit Beginn weg sein Angebot auf ewz.zürinet an. Weitere Service Provider sind dazugekommen. Ab dem zweiten Quartal 2009 wird sogar ein richtiggehender Run festgestellt. Sowohl Service Provider mit schweizweiter Präsenz als auch eher lokal agierende Service Provider bieten bereits heute oder in den kommenden Wochen oder Monaten ihre Dienste für Privat- und Geschäftskundinnen und -kunden an. Mit ewz.zürinet bietet ewz allen Service Provider ein diskriminierungsfreier, standardisierter Netzzugang und gleich lange Spiesse im Wettbewerb auf Dienste-Ebene an. In der Stadt Zürich bauen sowohl ewz als auch Swisscom ein Breitbandnetz auf Glaserfaserbasis. «Der Bau von zwei parallelen Netzes ist aber aus der Sicht des Zürcher Stadtrats volkswirtschaftlich nicht sinnvoll» erläuterte Stadtrat Andres Türler an einer Medienorientierung über ewz.zürinet. Daher hat die Stadt Zürich die Initiative ergriffen, mit Swisscom auf oberster Ebene Gespräche zu führen. Swisscom und ewz sind sich einig, dass sie in der Stadt Zürich für den effizienten, wirtschaftlichen und raschen Aufbau eines Glasfasernetzes koordiniert vorgehen wollen. Es wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingesetzt, die mögliche Lösungen zur raschen Erschliessung der Stadt Zürich finden soll. Im Vordergrund stehen zurzeit die Nutzung von Synergien im Tiefbau und die Standardisierung der gebäudeinternen Installationen. Erste Entscheidungen sind frühestens Mitte Jahr zu erwarten.Von einer Zusammenarbeit anderer Art konnte Stadtrat Andres Türler in Bezug auf die Stadt St. Gallen berichten. Mit den Sankt Galler Stadtwerken (sgsw) hat ewz eine Kooperation für den Betrieb der Glasfasernetze vereinbart. Die Zusammenarbeit beinhaltet den Betrieb, die Gewährleistung der Netzqualität und die Schaffung einer einheitlichen Schnittstelle zu den Service Providern. Die Kooperation steigert die Attraktivität der beiden Fibre-to-the-Home Projekten gegenüber den Service Providern, erhöht die Wirtschaftlichkeit beim Netzbetrieb und nutzt die Stärke der lokalen Verankerung beider Parteien bei Netzplanung und -bau. Die Services Industriels de Genève (SIG), Energie und Wasser Meilen AG (EWM AG) und das Stadtwerk Winterthur prüfen ebenfalls eine Zusammenarbeit.
Bis im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2009 werden aus heutiger Sicht elf Service Provider mit ihren Diensten auf ewz.zürinet präsent sein, führte Peter Messmann, Leiter Telecom von ewz, aus. Gemäss jetziger Planung werden bis Ende 2009 über 1’000 Gebäude mit 15’000 bis 18'000 Anschlüssen realisiert sein. Bis Ende April 2009 sind elf Zellen gebaut oder in der konkreten Planung. Diese liegen im Stadtzentrum (z.B. Löwenstrasse, Börsenstrasse und Gartenstrasse), erstrecken sich über die Kreise 4 und 5 (z.B. Hardturmstrasse), nach Neu-Affoltern (z.B. Mühlacker) und Oerlikon. Unter der Voraussetzung, dass die notwendigen Leitungs-anschlussverträge vorliegen, rechnet Peter Messmann bis Ende 2013 mit über 4’500 erschlossenen Gebäuden und über 50’000 Anschlüssen. Gegenüber den Vorgaben aus dem Leistungsauftrag sind die Erschliessungsziele für 2013 verdreifacht worden. Das wurde Dank Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierungen im Netzbau möglich.
Bereits mehrere Service Provider bieten ihre Produkte auf ewz.zürinet an. Orange, Sunrise, netstream und Translumina Networks AG sind bereits aufgeschaltet. Für Dr. Andreas Danuser, CEO Translumina Networks AG, bietet ewz.zürinet die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Partner ewz den Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zürich die modernsten Telekommunikations-, Informations- und Unterhaltungsdienste zur Verfügung zu stellen. Im Laufe des Monats Mai 2009 wird GGA Maur ihr Angebot auf ewz.zürinet aufschalten.
In den mit ewz.zürinet zu erschliessenden Liegenschaften wird ewz bei der Inhausverkabelung vier statt eine einzelne Glasfaser einziehen. Eine Faser steht ewz exklusiv zur Verfügung, die übrigen drei Glasfasern können durch Infrastruktur-Betreiber, welche ewz ein entsprechendes Gegenrecht gewähren, genutzt werden. Albert Leiser, Direktor Hauseigentümerverband Zürich, ist überzeugt, dass mit dem ausgehandelten Mustervertrag für den Leitungsanschluss an das Glasfasernetz ewz.zürinet eine typische Win-Win-Situation geschaffen worden sei. Der neue Vertrag ist durch eine entsprechende Anmerkung auf dem Deckblatt gekennzeichnet.

