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Medienmitteilungen
22. Dezember 2010
Nächster Schritt für eine Zusammenarbeit mit Swisscom.
Die Stadt Zürich will das Glasfasernetz gemeinsam mit Swisscom bauen. Hierfür beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat eine Anpassung des Leistungsauftrags Telecom.Neuer Leistungsauftrag für das städtische Glasfasernetz beantragt.
Die Stadt Zürich will das Glasfasernetz gemeinsam mit Swisscom bauen. Hierfür beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat eine Anpassung des Leistungsauftrags Telecom. Der erforderliche Objektkredit von rund 400 Mio. Franken soll dem Parlament bzw. den Stimmberechtigten vorgelegt werden, wenn die Wettbewerbsbehörde die vorgesehene Zusammenarbeit von ewz und Swisscom gutgeheissen hat.
Flächendeckendes Glasfasernetz dank Zusammenarbeit.
Im März 2007 verankerten die Stimmberechtigten mit
einem Ja-Anteil von 65 Prozent die Telekommunikation als
Gemeindeaufgabe in der Gemeindeordnung. Gleichzeitig bewilligten
sie einen Rahmenkredit von 200 Mio. Franken für die Erschliessung
erster Zellen der Stadt Zürich mit Glasfasern durch ewz. Seither
haben weitere Städte den Bau von Glasfasernetzen beschlossen, und
Swisscom vollzog einen Strategiewechsel und setzte neu auf eine
flächendeckende Erschliessung mit Glasfasern – mit entsprechenden
Investitionen. In den Gesprächen am Runden Tisch, welche die
Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) für eine
koordinierte Glasfasererschliessung in der Schweiz organisierte,
setzte sich das Mehrfasermodell als schweizweiter Standard durch.
Weil der Bau von zwei unabhängigen Netzen volkswirtschaftlich nicht
sinnvoll ist, vereinbarten das ewz und Swisscom im Januar 2010, den
Ausbau bis in die Haushalte und Unternehmen gemeinsam
voranzutreiben. Mit der Kooperation kann ein flächendeckendes
Glasfasernetz rascher und günstiger erstellt werden. Das ewz
erschliesst dabei rund 75 Prozent der Stadt Zürich, Swisscom rund
25 Prozent. Swisscom übernimmt 60 Prozent, das ewz 40 Prozent der
Investitionen für die Grunderschliessung.
Zürcherinnen und Zürcher profitieren.
Ein städtisches Glasfasernetz ermöglicht den
Wettbewerb unter den Telekom-Anbietern. Mit einem eigenen
Glasfasernetz kann die Stadt auf Preis, Qualität,
Ausbaugeschwindigkeit und diskriminierungsfreie Nutzung dieser
Infrastruktur Einfluss nehmen. Dank der Zusammenarbeit mit Swisscom
kommt die Stadt Zürich schneller und günstiger zu einem
flächendeckenden Netz. Zürcherinnen und Zürcher, insbesondere auch
kleine und mittlere Unternehmen, können aus Angeboten verschiedener
Service-Provider wählen und den Anbieter bei Bedarf problemlos
wechseln. Der Standortvorteil, den sich die Stadt Zürich mit einer
leistungsfähigen Datenautobahn verschafft, wird mit der gemeinsamen
Lösung noch ausgeprägter.
Zeit für politische Willensbildung nutzen.
Nach intensiven Verhandlungen haben sich das ewz und
Swisscom Ende September 2010 auf einen Kooperationsvertrag
geeinigt. Die Parteien wollen den Vertrag unterzeichnen, wenn die
Wettbewerbsbehörde die vorgesehene Zusammenarbeit gutgeheissen hat.
Um die Zeit bis zum Vorliegen des Entscheids der Wettbewerbsbehörde
für die Willensbildung zu nutzen, hat sich der Stadtrat für eine
Etappierung des politischen Prozesses entschieden. In einem ersten
Schritt beantragt er dem Gemeinderat die Anpassung des
Leistungsauftrags im Hinblick auf die Kooperation mit Swisscom. Der
erforderliche Objektkredit von voraussichtlich 400 Mio. Franken
soll dem Gemeinderat bzw. den Stimmberechtigten in einem zweiten
Schritt unterbreitet werden – sobald der Kooperationsvertrag
unterzeichnet ist. Dieses Vorgehen drängt sich auch deshalb auf,
weil der vom Volk bewilligte Rahmenkredit zur Neige geht. Es ist
vorgesehen, dass die Stimmberechtigten spätestens im Frühling 2012
über den Objektkredit entscheiden können.

