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So funktioniert die tiefe Erdwärmesonde.

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Die TEWS im Triemli-Quartier reicht bis in eine Tiefe von 2371 Metern. Der Rest des Bohrlochs wurde aufgefüllt, da in dieser Tiefe der Durchmesser für die TEWS zu klein ist. 1994 wurde in Weggis im Kanton Luzern bei einer 2302 Meter tiefen Bohrung zum ersten Mal in der Schweiz eine TEWS in Betrieb genommen. Die beiden TEWS unterscheiden sich in der Materialisierung des Innenrohrs.


Das Aussenrohr.

Während des Vortriebs der Erkundungsbohrung wurde das gesamte Bohrloch mit Stahlrohren ausgekleidet, um zu verhindern, dass instabile Bereiche des durchbohrten Gesteins ins Bohrloch fallen. Diese Stahlrohre sind bei der TEWS das Aussenrohr.


Das Innenrohr.

Es besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff und wird in der Mitte des Aussenrohres bis in eine Tiefe von 2350 Meter eingebaut. Der Durchmesser des Innenrohrs beträgt ca. zehn Zentimeter. Die Teilrohrstücke des Innenrohres sind neun bis zehn Meter lang.


Umwälzpumpe und Wärmetauscher.

Das erwärmte Energieträgermedium wird mittels einer Umwälzpumpe durch das Innenrohr hoch zu einem Wärmetauscher gepumpt, welcher dem Medium die Wärme entzieht. Das durch die Wärmeübertragung abgekühlte Medium wird in den Ringraum, so nennt man den Raum zwischen Innen- und Aussenrohr, an die tiefste Stelle im Bohrloch zurückgepumpt, erwärmt sich von neuem und steigt im Innenrohr wieder hoch.


Wärmepumpe.

Wie bei den herkömmlichen oberflächennahen Erdwärmesonden ist vorgesehen, auch bei der Triemli-TEWS eine Wärmepumpe einzusetzen. Der Einsatz einer Wärmepumpe ist notwendig, um die aus dem Untergrund geförderte Wärme auf ein höheres Temperaturniveau anzuheben. Die im Bohrloch vor gefundene Temperatur von rund 100 °C steht bei kontinuierlichem Bedarf an Heizwärme nicht zur Verfügung, da das abgekühlte Energieträgermedium beim Zirkulieren nicht die Temperatur von 100 °C erreicht. Während des Betriebes wird beobachtet, ob Betriebszustände vorkommen, die eine direkte Nutzung der Erdwärme, also ohne Wärmepumpe, ermöglichen.


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