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Den Stadtzürcher Untergrund erkunden in 3000 Meter Tiefe.
Der Stadtrat hat sich in der laufenden Legislaturperiode das Ziel gesetzt, die Weichen für eine langfristige Entwicklung hin zu einer 2000-Watt-Gesellschaft zu stellen. In einem wegweisenden Projekt will ewz nun den Untergrund der Stadt Zürich mit einer Tiefenbohrung erforschen.
ewz setzt bei der Erforschung des Zürcher Untergrunds auf modernste Bohrtechnologie.
Tief unter dem Triemli-Quartier gibt es gemäss Einschätzung von Geothermie-Experten mit hoher Wahrscheinlichkeit 70 bis 90 Grad heisses Wasser, das zum Heizen verwendet werden könnte. Bohrungen vor Ort werden nun zeigen, ob diese Erwartungen zutreffen. Es ist vorgesehen, im Herbst 2009 bis 3000 Meter in den Zürcher Untergrund vorzudringen. Bei einer erfolgreichen Bohrung ist im ersten Quartal 2010 eine zweite geplant. Im Unterschied zum Basler Geothermie-Projekt gehen die Bohrungen viel weniger tief, zudem wird auf ein Aufspalten des Gesteins verzichtet. Seismische Erschütterungen sind darum äusserst unwahrscheinlich. Wie Geothermie-Systeme funktionieren, wird im detaillierten Schaubild erklärt.
Neben Energie aus Wasserkraft, Sonne, Wind und Biomasse könnte Geothermie zu einem weiteren Standbein für eine nachhaltige, CO2-neutrale Energiezukunft der Stadt Zürich werden. Der entscheidende Vorteil der Geothermie ist, dass die Energie im Gegensatz zu Wind- und Sonnenenergie rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr zur Verfügung steht. Die Energie der Geothermie dient primär zu Heizungszwecken. Stadtrat Andres Türler blickt im Interview mit powernewz in die Zukunft: «Mit diesen Erkenntnissen haben wir in 15, vielleicht auch 25 Jahren die Möglichkeit, elektrische Energie und Wärme aus dem Boden unter Zürich zu gewinnen.» Denn: Je nach Temperatur der wasserführenden Gesteinsschicht kann die Energie auch zur Kühlung oder sogar zur Stromerzeugung genutzt werden.
Die unterschiedlichen Geothermie-Systeme erklärt.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.
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16.02.2009

