Navigation - ewz




«Der ganze Kreislauf schliesst sich wieder.»

Seite vorlesen

Wie Jakob Bösch und seine Familie setzen immer mehr Landwirtschaftsbetriebe auf die Stromproduktion aus Biomasseabfällen und erschliessen sich damit ein zusätzliches Einkommen. Die Gewinnung von biologischem Strom ist mit komplexen technischen und chemischen Prozessen verbunden.

Für powernewz hat Schweinezüchter und Unternehmer Jakob Bösch zehn Fragen beantwortet:


„Ich sehe mich als Unternehmer mit natürlichem Hintergrund".

„Ich sehe mich als Unternehmer mit natürlichem Hintergrund".


Welche organischen Stoffe eignen sich für den Vergärungsprozess?
Besonders geeignet sind: Früchte, Gemüse, Speisereste, Fleischabschnitte und Fette.

Wie lange dauert der gesamte Prozess bis zur Stromproduktion?
Von der Annahme der Biomasse bis zur Einspeisung des Stroms ins Netz vergehen ca. 40 Tage.

Was geschieht mit der Biomasse im Anschluss an den Vergärungsprozess?
Der sogenannte Gärrest ist ein hochwertiger Dünger für die Landwirtschaft und wird auf den Feldern diverser Bauern ausgetragen.

Wie wird das produzierte Biogas in Strom umgewandelt?
In unserem Blockheizkraftwerk wird das Gas in einem Motor verbrannt und über einen Generator in Strom umgewandelt.

Was geschieht, wenn sich die Qualität des Gases verändert?
Eine Veränderung des Gases ist nie auszuschliessen. Wird die Gasqualität schlechter, benötigt das Blockheizkraftwerk umso mehr Gasvolumen, um die gleiche Menge Strom zu produzieren.


Vater und Sohn gehen gemeinsam innovative Wege.

Vater und Sohn gehen gemeinsam innovative Wege.


Wie hoch ist der Gesamtwirkungsgrad der Anlage?
Vom Gesamtwirkungsgrad der Wärme können wir ca. 70% im eigenen Betrieb nutzen. 15% der Wärme bekommen Nachbarn. Die letzten 15% geht durch den Motor verloren. Vom Gesamtwirkungsgrad der Elektrizität werden 95% ins Netz eingespiessen und 5% benötigen wir für die Produktion in der Biogasanlage.

Welchen Anteil der Energie wird in Strom umgewandelt?
Der elektrische Anteil beträgt ca. 40%. Die restlichen 60% ist Abwärme, die wir betriebsintern nutzen können.

Läuft die Anlage rund um die Uhr?
Unsere Anlage ist 365 Tage im Jahr in Betreib. Einzig für Servicearbeiten wird der Motor abgestellt.

Lässt sich die Stromproduktion regulieren?
Die Stromproduktion lässt sich mit der Beschickung der Fermenter regulieren. Jedoch ist die Reaktionszeit relativ lang. Daneben dient der Gasballon, in welchem das Biogas vorübergehend gespeichert wird, als Puffer.

Welche ökologischen Zertifizierungen hat die Anlage?
Die Anlage ist mit dem höchsten Schweizer Ökostromlabel naturemade star zertifiziert. Des weitern ist die Jakob Bösch AG ISO 9001 zertifiziert.

Startseite/Newsletter abonnieren.


30.03.2010


Seite drucken    nach oben


Weitere Informationen

Mehr zum Thema



Ein Unternehmen der Stadt Zürich