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Publikationen & Broschüren
Persönlich-Kolumne: De Hansdampf im Schnäggeloch
Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich
Martin Vollenwyder, Vorsteher des Finanzdepartements
Die Advents- und Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Verse und Märli. In der Politik fühle ich mich manchmal auch unter dem Jahr mit dem altbekannten Vers vom Hansdampf im Schnäggeloch an meine Jugendjahre erinnert. Es geht uns auch nach einer beispiellosen Finanzkrise erstaunlich gut, und trotzdem höre ich sehr häufig, dies und jenes werde zu wenig getan. Andere beklagen sich, die öffentliche Hand unternehme in gewissen Bereichen viel zu viel. Daher kommt mir dann der Vers in den Sinn: «De Hansdampf im Schnäggeloch hät alles was er will. Und was er will, das hät er nöd, und was er hät, das will er nöd.»
Manchmal wünschte ich mir etwas mehr Gelassenheit und nicht die langsam aber sicher permanente Übertreibung jedes einzelnen - teilweise sehr berechtigten - Problems. Herausforderungen sind sowieso an ehesten zu meistern, wenn man sie mit nüchterner Sachlichkeit, dafür aber konsequent angeht. Zudem wäre wieder etwas mehr Solidarität gefragt, statt dass jede und jeder Einzelne seine eigene Hansdampf-Rolle gibt. Das Problem dieser Kolumne wird sein, dass nur solidarische Mitbürgerinnen und Mitbürger diese Kolumne lesen und nicht die Egoisten, diese wissen ja, wie es gehen müsste.
Da ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, auf dieser Seite erst wieder im neuen Jahr begegne, wünsche ich schon heute einen gelungenen Rest des alten Jahres und freue mich mit Ihnen auf ein für Zürich hoffentlich erfolgreiches 2011.
Martin Vollenwyder
Vorsteher des Finanzdepartements

