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Publikationen & Broschüren
Persönlich-Kolumne: Fehlstart
Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich
Martin Vollenwyder, Vorsteher des Finanzdepartements
Vor Kurzem hatte ich mich zu Beginn der Woche, also am Montagmorgen, verschlafen, und zwar gründlich. Statt um sechs Uhr wie üblich nach den Nachrichten sofort aufzustehen, schaute ich zu meinem eigenen Erstaunen erst wieder auf den Wecker, als dieser bereits auf 7.25 Uhr stand. Dies notabene an einem Montag, wo ich meine engsten Mitarbeitenden bereits auf 7.30 Uhr zu einer Sitzung aufgeboten hatte, da um 8.15 Uhr ein Termin mit externen Teilnehmenden angesagt war. Ich konnte nur kurz im Büro anrufen, einige Punkte erwähnen, die es zu besprechen galt, um dann möglichst rasch die Morgentoilette zu erledigen und Richtung Tram zu hetzen.
Erstes Ergebnis: Ich kam auch zur zweiten Sitzung noch fünf Minuten zu spät. Dieser Fehlstart verfolgte mich dann irgendwie die ganze Woche, alle Termine waren auf eigenartige Art und Weise immer knapp. Am Mittwoch der fraglichen Woche kam der nächste «Höhepunkt». Nach der Stadtratssitzung hatte ich meinen Schlüsselbund nicht mehr! Ich merkte dies kurz vor Beginn der Budgetdebatte im Rathaus und trabte noch einmal los, um alle Stellen im Stadthaus abzuklappern, an denen ich am Vormittag vorbeigekommen war. Glücklicherweise fand ich den Schlüssel neben dem Telefon im Weibelbüro, wo ich sie beim Telefonierten unüblicherweise hingelegt hatte. Froh, den Schlüsselbund gefunden zu haben, reichte es mir gerade noch rechtzeitig ins Rathaus zurück.
Der Donnerstag und Freitag verliefen ähnlich gehetzt, und ich hoffe jetzt nur, dass ich mich am Montag nicht mehr so schnell verschlafe. An diesem Montag beginnt die Sitzung schon um 7.15 Uhr!
Martin Vollenwyder
Vorsteher des Finanzdepartements

