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Fragen zum Leben zu Hause
Wegen Treppen im Haus kann ich die Wohnung nicht mehr verlassen. Ich bin immer allein. Was soll ich tun?
Je nach Situation des Hauses und der Offenheit der Verwaltung besteht vielleicht die Möglichkeit zu baulichen Anpassungen (z.B. Treppengeländer, Treppenlift). Vielleicht können Sie im gleichen Haus in eine Parterrewohnung wechseln. Nachbarschaftshilfe, Kirche, Pro Senectute bieten zum Teil Besuchs- und Begleitdienste an. Oder Sie frischen alte Freundschaften auf und laden Bekannte ein.
Ich koche gerne, aber das Einkaufen strengt mich an. Kann das jemand für mich tun?
Sie können sich mit der Nachbarschaftshilfe in Verbindung setzen. Es gibt Geschäfte, die bringen die Waren heim. Auch mit online-shopping kann man sich zu Hause beliefern lassen. Vielleicht finden Sie in Ihrer Nachbarschaft eine Person, die für Sie einkaufen geht. Wenn die Hauspflege der Spitex bei Ihnen im Einsatz ist, kann es sein, dass auch Einkaufen zu ihren Aufgaben gehört.
Ich mag nicht kochen, möchte mich aber trotzdem abwechslungsreich und gesund ernähren. Wer kocht für mich?
Sie können hin und wieder, oder regelmässig, in (fast) jedem städtischen Altersheim essen gehen. Wenden Sie sich an die entsprechende Heimleitung. Es gibt günstige Restaurants. Kirchliche oder andere soziale Körperschaften organisieren Mittagstische. Sie können einen Mahlzeitendienst (zum Beispiel von Pro Senectute) bestellen, der Ihnen die Fertigmahlzeiten ins Haus bringt. Vielleicht können Sie einige dieser Möglichkeiten kombinieren, was Ihnen etwas Abwechslung in den Alltag bringt.
Ich habe Mühe, meine Briefpost zu lesen und zu verstehen und meine Einzahlungen zu tätigen. Gibt es dafür Hilfe?
Vielleicht finden Sie in Ihrem familiären Umfeld eine Vertrauensperson, die bereit ist, Sie darin zu unterstützen. Pro Senectute bietet als Dienstleistung den Treuhanddienst oder die Rentenverwaltung an. Sie können sich an ein Treuhandbüro wenden. Oder Sie beantragen bei der Vormundschaftsbehörde der Stadt eine freiwillige Beistandschaft.
Ich lebe alleine und habe mit meinen Nachbarn kaum Kontakt. An wen kann ich mich in einer Notsituation wenden?
Für allein lebende ältere Menschen ist es empfehlenswert, ein Telefon-Notrufsystem (zum Beispiel vom Schweizerischen Roten Kreuz) installieren zu lassen, damit in Notsituationen per Knopfdruck Hilfe angefordert werden kann.
Ich kann nicht mehr allein in die Badewanne steigen. Kann mir jemand helfen?
Hilfe bei der Grundpflege erbringt die Spitex.
Meine Wohnung ist mit Kleinkram überstellt. Was soll ich tun?
Es kann sinnvoll sein, die Wohnung hin und wieder zu entrümpeln. Vielleicht hilft Ihnen jemand aus ihrem Umfeld dabei. Unser Informationsblatt gibt Ihnen nützliche Tipps. Oder wenden Sie sich an einen Reinigungsdienst Ihrer Wahl, der Sie dabei unterstützt.
Kann ich in der Wohnung bleiben, wenn ich mal schwer pflegebedürftig bin?
Besteht ein Bedarf an Pflege oder Betreuung, prüfen wir mit Ihnen, inwiefern dieser zu Hause abgedeckt werden kann. Es gibt Institutionen und Dienste, die Hilfe und Pflege ins Haus bringen. Eine Kombination einiger Möglichkeiten ermöglichen oft, dass jemand auch bei schwererer Pflegebedürftigkeit noch lange zu Hause bleiben und ein Eintritt in ein Heim gar verhindert werden, insbesondere wenn ein familiäres Netz da ist, das mithilft.
Ich will keinesfalls in ein Heim. Kann mich jemand gegen meinen Willen in ein Heim „versorgen“?
Grundsätzlich wird niemand gegen seinen Willen in ein Heim eingewiesen, aber oftmals sind es die Umstände, die einen dazu zwingen, zu einem Eintritt ja zu sagen. Nur wenn jemand sich selber oder seine Mitmenschen gefährdet, kann ein Arzt einen fürsorgerischen Freiheitsentzug (FFE) anordnen und jemanden gegen seinen Willen in eine Institution einweisen.
Ich möchte zu Hause sterben, aber wenn es soweit ist, nicht allein sein. Was kann ich vorkehren, dass dann jemand bei mir ist?
Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin und mit der Spitex darüber zu sprechen. Es gibt Dienste die Palliativpflege, Nachtwache und Sterbebegleitung anbieten.

