Navigation - Gesundheits- und Umweltdepartement




Hausmittel gegen Ameisen

Zurück zur Übersicht

Seite vorlesen

Zur Vertreibung von Ameisen im Haus werden Hausmittel wie Nelkenöl oder Pulver; Lavendel, Zitronenscheiben oder Backpulver empfohlen. Diese Mittel machen sich die Tatsache zunutze, dass Ameisen oft gegenüber starken Gerüchen sensibel sind und klebrige oder ölige Beläge ebenso meiden wie feine Pulver oder Staub. Aufgrund der Anwendungsform, Pulver oder Öl, sind diesem Einsatz aber enge Grenzen gesetzt. Meist wirken solche Mittel nur für sehr kurze Zeit, Stunden bis Tage. Die Beläge müssen immer wieder erneuert werden, bis die Ameisen das Interesse am Ziel verlieren.


Hausmittel, die wirken:

  • Zitronen- oder Essigessenz mit Wischlappen am Boden verteilen: Wirkt, muss aber wegen der Flüchtigkeit der Substanzen häufig wiederholt werden.  
  • Gipsstaub: In ca. 5 cm breitem Streifen z.B. auf die Türschwelle streuen. Funktioniert wegen der Schwerkraft nicht an von Ameisen belaufenen Wänden oder Türrahmen. Der Staub wird bald feucht und härtet aus, oder wird vom Luftzug verweht.  
  • Zimt- oder Nelkenpulver, Talkum und andere feine Pulver: Sie wirken ähnlich wie Gips, Zimt und Nelkenpulver zusätzlich durch den starken Geruch.  
  • Abtöten der Ameisen auf dem Gartensitzplatz mit heissem Wasser: Heisses Wasser wirkt nur, falls es direkt ins Nest gelangt. Eine im Sommer neu zufliegende Königin oder das benachbarte Volk werden den Ort schnell wieder besiedeln und im nächsten Jahr haben Sie wieder Ameisen auf dem Garten-sitzplatz. Sinnvoll ist hier, statt Sand groben Kies als Unterlage für die Platten zu verwenden. Der Kies kann von den Ameisen nur schlecht zwischen den Platten heraus transportiert werden und eignet sich auch nicht gut für den Nestbau.


Hausmittel, die nicht wirken oder nicht praktisch sind:

  • Hefe oder Backpulver mit Zuckerwasser verrührt im Schälchen auf die Ameisenstrasse gestellt: Bei Hefe verlässt das bei der Zuckervergärung entstehende Kohlendioxid die Ameisen auf natürlichem Weg und schadet ihnen nicht. Hefe wird als vitaminreicher Futterzusatz in vielen Insektenzuchten verwendet und ist auch den Ameisen willkommen! Das Backpulver gibt auch Kohlendioxid ab, vor allem in der Hitze des Backofens, was den Kuchen luftig werden lässt. Laborversuche haben gezeigt, dass Backpulver den Ameisen nicht schadet. Früher wurde im Haushalt Hirschhorn-Salz als Backtreibmittel verwendet. Es spaltet giftiges Ammoniak ab. Wahrscheinlich kommt daher die Empfehlung, Ameisen mittels Backpulver umzubringen. Mit Hirschhornsalz würde es funktionieren.  
  • Zerstossene Eierschalen: Sie sollen die Gartenameisen Lasius niger abhalten. Die Haltbarkeit ist begrenzt.  
  • Lavendel-, Thymian-, Nelkenöl: Soll auf Ameisen-Strassen geträufelt werden. Wirkt, aber wer möchte den starken Geruch von Nelkenöl dauernd in der Wohnung haben, es riecht wie beim Zahnarzt.  
  • Lavendel, getrocknete Tomatentriebe, Rainfarn, Kerbelkraut, Kaffeesatz, Majoran, Nussbaumblätter: Sie mögen wirksam sein. Wer möchte aber überall diese Blätter oder gar Kaffeesatz in der Wohnung verteilt haben? Der Aufwand steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu dem bestenfalls nur kurzzeitigen Erfolg.


Zurück zur Übersicht

Seite drucken    nach oben


Weitere Informationen