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Flechtenbär
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Flechtenbär (Eilema caniola)
Da sich die Raupe des Flechtenbärs von auf den Dächern wachsenden Flechten ernährt, kann er vor allem für die BewohnerInnen von Dachwohnungen unangenehm werden. Bis im April findet man an Wänden und Decken 2 -3 cm grosse, büschelig behaarte Raupen, ab Ende April Falter, die tagsüber unbeweglich an den Wänden sitzen. Die Raupen und Falter sind für den Menschen harmlos, aber bei gehäuftem Auftreten lästig. Sie können die Raupen mit „Schüfeli und Bäseli“ hinausbefördern. Die Falter sind nachtaktiv und fliegen von selber ins Freie, wenn Sie nachts die Fenster geöffnet lassen.
In der Schweiz gibt es 10 Arten von Flechtenbären, sie gehören zu den Schmetterlingen. Sie haben eine ähnliche Lebensweise und kommen in der Schweiz häufig vor. Sie können nur durch einen Spezialisten unterschieden werden.
Aussehen
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Flechtenbär Raupe
Die Falter sind unscheinbar gelblichgrau gefärbt und haben eine Flügelspannweite von 28 - 35 mm. In Ruhe werden die Flügel flach dachförmig an den Körper gelegt, wobei die Vorderflügel die Hinterflügel bedecken.
Die Raupen haben kurze Haarbüschel und sind dunkelgrau bis schwarz mit einer unterbrochenen orangefarbenen Linie auf beiden Seiten. Sie können bis 3 cm lang werden. Am Hinterleib sind fünf gut ausgebildete Beinpaare. Wenn sie sterben, trocknen sie schnell aus und werden sehr klein und dünn.
Biologie
Die Raupen schlüpfen im August aus den Eiern. Sie überwintern und wachsen bis Ende Mai heran. Die Verpuppung erfolgt in einem oft mit Raupenhaaren, Erdbrocken und Flechten durchsetzten, graubraunen Gespinst, an oder unter Rinde, am Boden, unter Moos oder Steinen. Bei uns gibt es eine Generation pro Jahr.
Die Falter fliegen nachts von Juni bis September und ruhen tagsüber. Auf den Hausdächern verläuft die Entwicklung vom Ei über die Raupe und Puppe zum erwachsenen Falter wegen der abgestrahlten Wärme schneller. Hier können die Falter bereits Ende April auftauchen. Sie können mit Hilfe von Hörorganen auf ihrem Rücken die Ultraschall-Ortungslaute der Fledermäuse hören und abrupt unvorhersehbare Ausweichmanöver ausführen. Manche Arten stossen dabei gleichzeitig das Ortungssystem der Fledermäuse irritierende Ultraschallaute aus.
Die Falter besuchen in der Dämmerung Blüten und nehmen Nektar und Honigtau auf. Die Raupen leben von Flechten, die an Bäumen, Büschen oder Felsen wachsen. Auch die auf Dächern vorhandenen Flechten reichen den Raupen als Nahrung aus. Die Larven fressen nachts und verstecken sich tagsüber unter Steinen, Ziegeln oder Flechtenkrusten.

