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Märzmücke

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Märzmücken, auch Märzfliegen, Markusfliegen oder Markushaarmücken genannt, können im Frühling massenhaft auftreten, an Fassaden oder Sträuchern sitzen oder an sonnenbeschienenen Waldrändern in riesigen Schwärmen auf- und absteigen. Das ist kein Grund zur Beunruhigung. Sie sind harmlos und bestäuben bei ihrer Nahrungssuche früh blühende Obstbäume und Sträucher. Ausserdem sind sie eine Nahrungsgrundlage für zeitig im Frühling brütende Vogelarten, welche mit diesem Nahrungssegen ihre Brut aufziehen.


Aussehen

Männchen der Märzmücke, Bild ©Entomart - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Männchen der Märzmücke, Bild ©Entomart

Die erwachsene Märzmücke ist schwarz, dicht behaart und etwa so gross wie eine Stubenfliege (8-10mm). Die Männchen haben sehr grosse, behaarte, zweigeteilte Augen, die auf der Stirn zusammenstoßen


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Weibchen der Märzmücke (Bibio marci), Bild ©Entomart - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Weibchen der Märzmücke (Bibio marci), Bild ©Entomart

Die Augen der Weibchen sind kleiner, einteilig und unbehaart. Die Weibchen haben einen Grabdorn an den Vorderbeinen.


Nahrung

Die Märzmücke ernährt sich von Nektar und Honigtau, dies macht sie zu einem wichtigen Bestäuber von Nutzpflanzen. Die Larve frisst faulende Pflanzenteile und ist als Humusbildner wichtig.
Also eine Fliegenart mit vielen nützlichen Funktionen für die Lebensgemeinschaft Wald, der man auf keinen Fall mit irgendwelchen Bekämpfungsaktionen begegnen soll.


Verhalten

Im Frühling kann die Märzmücke durch massenhaftes Auftreten an Waldrändern, Sträuchern oder Fassaden auffallen. Die Weibchen sitzen meist auf den Gebüsch, die Männchen fliegen mit herabhängenden langen Hinterbeinen. Die Larven können im Wald in gewaltigen Massen in den oberen Bodenschichten, unter Falllaub oder in der Nähe von Wurzelstrünken auftreten.


Vermehrung

Das Weibchen legt bis zu 3000 Eier in oder auf humosen Boden. Es kann sich dabei mit Hilfe seiner Grabdornen an den Vorderbeinen in den Boden graben und das Gelege in wenigen Zentimetern Tiefe in einer Höhle ablegen. Meistens gibt es nur eine Generation pro Jahr so dass in wenigen Tagen kaum noch erwachsene Tiere zu sehen sein werden. Die Überwinterung erfolgt als Larve oder Puppe auf oder wenige Millimeter tief im Boden.


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