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Springschwänze

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Springschwanz, Bild Wikipedia - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Springschwanz, Bild Wikipedia

Das Frühlingswetter ist oft sehr wechselhaft: Sonnige, fast sommerliche Tage, starke Regenschauer und kühle feucht-nasse Tage wechseln sich ab. Ideale Bedingungen für die 1 bis 5 mm kleinen Springschwänze. Sie lieben Feuchtigkeit und Wärme, die sich bei starker Sonneneinstrahlung auf Flachdächern entwickeln kann und können sich massiv vermehren.


Wenn sie auf Terrassen und Fensterbrettern massenhaft auftreten, irritieren sie viele Leute. Sie sind jedoch völlig harmlose Bodenbewohner und schädigen weder Mensch, Haus oder Pflanze. Gelegentlich dringen sie über offene Dachluken, durch die Dichtung von Oberlichtern oder offene Terrassentüren ins Hausinnere ein. Da ihnen hier die nötige Feuchtigkeit fehlt, vertrocknen sie rasch. Eine Bekämpfung in Innenräumen ist daher nicht nötig.


Aussehen

1 bis 5 mm kleine, zarte, graue, beige oder braun bis schwarz gefärbte Insekten mit einem relativ grossen Kopf und langen dünnen Fühlern. An der Oberfläche lebende Arten sind dunkel pigmentiert, in der Erde lebende haben eine helle Farbe.
Weltweit sind über 5000 Arten bekannt, in Mitteleuropa etwa 2000.


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Biologie

Springschwänze haben am vierten Bauchsegment eine Sprunggabel, mit der sie mehrere Zentimeter weit springen können. Weil sie eine sehr dünne Haut haben, sind sie auf hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen. Sie leben in und auf der Erde und ernähren sich von zerfallendem pflanzlichem und tierischem Material. Sie sind wesentlich an der Humusbildung beteiligt, weil sie Laub zerkleinern. Ihre Vermehrungsrate ist unter günstigen Bedingungen (starke Sonneneinstrahlung auf feuchtem Flachdach mit Bewuchs) hoch und kann lokal zu Massenauftreten führen. Viele Arten vermehren sich ungeschlechtlich. Dabei produziert das Weibchen aus unbefruchteten Eiern Nachkommen, Männchen braucht es keine.


Schaden

Springschwänze verursachen keine Schäden und können im trockenen Haus nur kurze Zeit überleben. Ihr massenhafter Auftritt auf Dachterassen und Fenstersimsen ist für viele unangenehm und irritierend.


Vorbeugen

Bei Flachdächern lässt eine gute Entwässerung die Kiesschicht schnell austrocknen und verhindert eine Massenvermehrung.


Bekämpfung

Im Haus nicht sinnvoll, staubsaugen genügt. Das Flachdach kann bei anhaltendem Befall durch eine Schädlingsbekämpfungsfirma behandelt werden. Achtung: Vor einer Behandlung unbedingt abklären, wie das Dach entwässert ist. Die verwendeten Mittel sind fischgiftig. Bei anhaltend trockenem Wetter ziehen sich die Tiere von der Oberfläche in den Boden zurück, das Problem erledigt sich von selbst.


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