Navigationspfad
Zum Seitenanfang
Veränderlicher Scheibenbock
Der folgende Link öffnet ein neues Fenster:
Bild vergrössern
Veränderlicher Scheibenbock (Phymatodes testaceus), Bild: Gerhard Elsner
Wird berindetes Brennholz längere Zeit an der Wärme gelagert, können plötzlich Bockkäfer auftreten. Die in der Wohnung herumlaufenden Käfer irritieren und verunsichern die Bewohner. Die Käfer sind jedoch harmlos und richten an verbautem Holz keinen Schaden an.
Aussehen
Der Veränderliche Scheibenbock (Phymatodes testaceus) ist ein langgestreckter Käfer. Die Fühler erreichen beim Männchen Körperlänge. Die Schenkel der Beine sind verdickt, ein typisches Merkmal der Familie der Bockkäfer. Seine Brust ist orangerot. Die Flügeldecken sind variabel gefärbt, von hellgelb über hellbraun bis dunkelblau oder schwarz. Er wird etwa 8 - 14 mm lang.
Biologie
Der Veränderliche Scheibenbock befällt kranke, bereits abgestorbene oder schon gefällte, Laubbäume. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt an berindetes, hartes Laubholz. Dabei werden Eichen, Buchen und Obstbaumarten bevorzugt. Die Larven entwickeln sich zwischen Rinde und Holz und bohren sich zur Verpuppung in die äussere Holzschicht ein.
Die Larvenentwicklung dauert ein bis mehrere (bei trockenem Holz) Jahre. Zur Verpuppung nagen die Larven einen Hakengang von 1 - 4 cm ins Holz. Die Puppenruhe dauert 2 - 3 Wochen. Die Käfer nagen sich, abhängig von der Temperatur, von April bis Juli aus dem Holz ins Freie. Dabei entstehen ovale Löcher (4 x 6 mm). Wird das Holz in der Wärme gelagert, beschleunigt dies die Entwicklung und die Käfer kommen schon früher aus dem Holz.
Schaden
Der Scheibenbock legt seine Eier nicht an entrindetes, verbautes Holz. Deshalb müssen Sie keine Bekämpfungsmassnahmen ergreifen, wenn Sie im Haus solche Käfer finden. Um das Schlüpfen weiterer Käfer im Haus zu verhindern, sollten Sie das Cheminéeholz draussen oder an einem kühlen Ort lagern.
Bekämpfung
Da die Käfer keinen Schaden anrichten, müssen sie auch nicht bekämpft werden. Lästige Käfer im Haus können Sie ins Freie bringen.
Weitere "harmlose" Arten bei Brennholz
Der folgende Link öffnet ein neues Fenster:
Bild vergrössern
Blauer Scheibenbock (Callidium violaceum), Bild: Wikipedia
Der folgende Link öffnet ein neues Fenster:
Bild vergrössern
Rothalsbock (Stictoleptura rubra), Bild: Rainer Altenkamp, Wikipedia
Der folgende Link öffnet ein neues Fenster:
Bild vergrössern
Echter Widderbock (Clytus arietis), Bild: Kurt Kulac, Wikipedia
Schädliche Bockkäferarten
Der folgende Link öffnet ein neues Fenster: Bild vergrössern
In Europa kommen etwa 180 Bockkäferarten vor. Davon sind nur der Hausbock (Hylotrupes bajulus) und der Aschgraue Abendbock (Hesperophanes cinereus) an entrindetem, trockenem und verbautem Holz schädlich. Der Abendbock ist im Mittelmeerraum, in Kleinasien und in Nordafrika heimisch, bei uns in der Schweiz kommt er nur im Tessin vor. Er befällt nur Laubhölzer. Der Hausbock ist bis weit in den Norden verbreitet und befällt ausschliesslich Nadelhölzer. Er bevorzugt von der Sonne erwärmte Balken von Dachstöcken.

