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Asiatischer Marienkäfer

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Asiatischer Marienkäfer, Harmonia axyridis. Foto: Hans Bodenmann. - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Asiatischer Marienkäfer, Harmonia axyridis. Foto: Hans Bodenmann.

Im Herbst fliegen die Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) zu Hunderten von der Sonne beschienene, helle Fassaden an. Dort suchen sie Hohlräume wie Rollladenkästen, sowie Ritzen und Spalten von Holzverkleidungen oder Dachstöcken auf, um frostfrei zu überwintern. Im Frühling oder bei vorübergehender Erwärmung werden sie wieder aktiv und kriechen aus ihrem Versteck. Durch ihr massenhaftes Auftreten verunsichern sie die Hausbewohner. Sie sind jedoch harmlos, weder stechen sie die Menschen noch vermehren sie sich im Haus.


Eine eingeführte Art macht sich selbständig

Der Asiatische Marienkäfer stammt ursprünglich aus Japan und China und ist dort von den gemässigten Zonen bis zu den Subtropen verbreitet. Die Art ist bezüglich ihrer Nahrung sehr anspruchslos und kann sehr einfach im Labor gezüchtet werden. Deshalb und auch wegen ihres hohen Blattlaus-Verzehrs wurde sie (und wird sie immer noch) zur biologischen Bekämpfung von Blattläusen in Gewächshäusern in Nordamerika und einigen europäischen Ländern eingesetzt. In der Schweiz wurde eine Zulassung aufgrund der negativen Aspekte für die einheimische Flora und Fauna und wegen der Massenauftreten im Herbst verweigert. Da die Art an ihre Umgebung geringe Ansprüche stellt, konnte sie sich in kurzer Zeit im Freiland ausbreiten und auch vermehren. In den USA gilt sie seit dem Jahr 1988 als etabliert und verbreitet sich immer mehr. In Belgien wurde sie 2001 erstmals im Freien gesichtet und in der Schweiz 2004 in Basel. In Zürich beobachteten wir 2007 erstmals ein stärkeres Auftreten dieser exotischen Marienkäfer-Art.


Aussehen

Larve eines Marienkäfers. - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Larve eines Marienkäfers.

Die rund-ovalen und stark gewölbten Käfer sind 6-8 mm lang und 5-7mm breit und variieren stark in ihrer Grösse und Färbung. Orange gefärbte Käfer mit bis zu 21 Punkten sind am häufigsten, es gibt jedoch auch Käfer mit schwarzer Grundfärbung und orangen oder roten Punkten. Bei den orangen Exemplaren ist auf dem Halsschild von Hinten her ein grosses M zu erkennen. Die länglichen beborsteten Larven sind nach der dritten Häutung grau mit je einem orangen Streifen auf der Seite.   

Bestimmungshilfen von CABI Switzerland für Käfer und Larven


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Biologie

Die Larven und die Käfer ernähren sich hauptsächlich von Blattläusen. Die Käfer vertilgen täglich bis zu mehreren hundert davon. Die Larven ernähren sich auch noch von anderen weichhäutigen Insekten (Schildläuse, Mottenschildläuse, Blattkäfer- und Rüsselkäferlarven, Schmetterlingsraupen und vermutlich auch Marienkäferlarven von anderen Arten).
Auch Pollen und Nektar werden genutzt. Einheimische Marienkäferarten, die ebenfall eine grosse Bedeutung als Blattlausvertilger haben, werden vom Asiatischen Marienkäfer zurückgedrängt.
Die Weibchen legen ihre gelben Eier in Gruppen bis zu 30 Stück auf Blattoberflächen in der Nähe von Blattläusen. Die Larven schlüpfen nach 4 bis 5 Tagen und häuten sich drei Mal während ihrer Entwicklung, die bei 26° C etwa 10 bis 11 Tage dauert. Die Larven verpuppen sich an Blättern und Zweigen. Das Puppenstadium dauert etwa 1 Woche. Die Käfer leben 30 bis 90 Tage, einzelne auch bis zu 3 Jahren. Innerhalb einer Vegetationsperiode sind in Europa 5 bis 7 Generationen möglich. Bei Gefahr sondern sie eine gelbe, übel riechende Flüssigkeit ab.


Schaden

Sie verursachen im Haus keinen Schaden und sind harmlose Irrgäste. Ihr massenhaftes Auftreten an sonnenexponierten Hauswänden im Herbst und das Eindringen in Fensterritzen, Rolladenkästen und in die Wohnung kann zu einer starken Belästigung der Hausbewohner führen.


Vorbeugen

Wo möglich und sinnvoll sollten Sie Öffnungen an der Fassade abdichten oder schliessen. Fenster können Sie mit Insektengitter versehen.
Ins Haus eingedrungene Marienkäfer können Sie mit einem Becher oder Glas einfangen und ins Freie befördern.


Bekämpfung

Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist ökologisch nicht sinnvoll. Hohlräume, aus denen die Marienkäfer ins Haus eindringen können Sie allenfalls mit Silikatstaub (Kieselgur) behandeln.


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