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Pharaoameise
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Pharaoameisen
Die Pharaoameise ist eine winzig kleine (2 mm) tropische Ameisenart. Sie gehört zu den weltweit wichtigsten Hygieneschädlingen, weil sie beispielsweise in Spitälern an frische Wunden geht. In der Schweiz wurde sie erstmals 1902 beobachtet.
Pharaoameisen in der Schweiz
Wir haben im Frühling 2004 eine Umfrage bei Schädlingsbekämpfungsfirmen durchgeführt, mit dem Ziel, die Befallssituation von Pharaoameisen in der Stadt Zürich und in der Schweiz in Erfahrung zu bringen. Ausserdem wurde eruiert, wie Schädlingsbekämpfende die Situation einschätzen.
Weitere tropische invasive (= Tramp-Ameisen) in der Schweiz
Aussehen
Die Pharaoameise ist bernsteingelb mit schwarzem Hinterende. Die Arbeiterinnen sind sehr klein, nur ca. 2 mm lang. Die Königinnen höchstens 5 mm lang.
Biologie
Im Gegensatz zu unseren einheimischen Ameisenarten bevorzugt die Pharaoameise eiweissreiche Nahrung wie Fleisch oder Wurst, aber auch frisches Brot, etc. Als tropische Art ist sie wärmeliebend und in Gebäuden vor allem während der Heizperiode zu beobachten und auch am besten zu bekämpfen. Sie gründet ihre Nester beispielsweise entlang von Warmwasserleitungen, Heizungsrohren, in Steckdosen oder in elektrischen Geräten. Im Sommer wird sie auch im Freien an Hausmauern beobachtet. Anders als bei unseren einheimischen Ameisen gibt es pro Volk viele Königinnen und auch viele Nester, die sich gegenseitig nicht bekämpfen.
Schaden
Pharaoameisen sind nicht nur sehr lästig und Ekel erregend, sie können auch Pilzsporen, Krankheitskeime oder Fäulniserreger verbreiten. Ausserdem ist das Risiko einer Verschleppung in andere Gebäude - beispielsweise in einer Videokassette - gross. Besonders problematisch ist ihre Einschleppung in Spitäler oder Krankenheime, da sie unter Wundverbände und sogar in sterile Verpackungen schlüpfen können.
Vorbeugung
Vorbeugend gegen eine Einschleppung von Pharaoameisen sollten Sie Warenlieferungen (zum Beispiel elektronische Geräte oder frisches Brot) kontrollieren.
Bekämpfung
Zur Bekämpfung muss eine Fachfirma zugezogen werden, welche nach einer Befallsabklärung die Paraoameisen im ganzen Gebäude mit speziellen Köderdosen bekämpft. Dabei ist äusserst wichtig, dass zusätzlich zu den Köderdosen nicht noch mit Insektenspray bekämpft wird, da dies die Ausrottung der Pharaoameisen im ganzen Gebäude verhindern kann.

