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Wärmeschutz
Wärmebrückenkatalog Minergie-P (BFE 2008)
Mehrfamilienhäuser energetisch richtig erneuern – energieschweiz
Wärmedämm-Massnahmen
Neubau:
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Heizwärmebedarf-Heizöl in Liter
Energieeffiziente und zukunftsgerichtete Wärmedämmungen gehen, in Anbetracht der langen Nutzunsdauer, deutlich über die Wärmedämmvorschriften hinaus. Spätere Nachdämmungen sind sehr aufwendig und teuer und deshalb zu vermeiden. Eine wichtige Rolle für die Energieeffizienz spielt auch die Gebäudegeometrie. Effizient sind kompakte Gebäudekörper mit klar abgegrenztem Wärmedämm-Parameter, möglichst ohne Rücksprünge und Auskragungen. Neben der Optimierung der Flächen- U-Werte der Gebäudehülle sind auch die Wärmebrücken und die Luftdichtigkeit so zu optimieren, dass sie schon heute sehr gute Werte z.B. Minergie-P (ECO) erreichen, oder dass ein Konzept besteht, wie diese Werte in einer späteren Sanierung erreicht werden können. Siehe auch Doku D 0216 SIA Effizienzpfad Energie.
Sanierung:
Für Sanierungen gelten grundsätzlich die gleichen Anforderungen in Bezug auf Wärmedämmung und Luftdichtigkeit. Die Wärmebrücken können je nach Eingriffstiefe optimiert werden. Am Anfang ist in jedem Fall eine Sanierungsstrategie festzulegen. Eine Sanierung kann auch in Etappen erfolgen. Wichtig ist, dass die Bauteile, welche saniert werden, energetisch weitsichtig geplant werden und allfällige Abhängigkeiten zu anderen Bauteilen gelöst sind. Nur so erhalten Sie am Schluss eine gelungene Gesamtsanierung.
Kosten:
Bei der Kostenbetrachtung soll die Entscheidung über die Lebenszykluskosten und nicht über die Investitionskosten erfolgen. So können auch die Lebensdauer und die Unterhaltskosten berücksichtigt werden. Nur eine gesamtheitliche Betrachtung ergibt für Sie kostengünstige Lösungen.
Wärmebrücken:
Der Wärmebrückenanteil kann je nach Gebäudestruktur und Optimierung 10 – 30 % des gesamten Transmissionsverlustes ausmachen. Die wichtigsten Wärmebrücken sind: Sockel, Flachdach-Brüstung und Fenster. Die Wärmebrückenzuschläge variieren um einen Faktor von ca. 6 bei Sockel und Flachdach und ca. 2 beim Fensteranschlag. Die Wärmebrücken sind somit ein wichtiger Teil der Optimierung.
Wärmedämm-Perimeter:
Speziell bei verglasten, einspringenden Loggien im Mehrfamilienhaus, die unterschiedlich genutzt werden können (kalt / warm), stellt sich die Frage des Wärmedämm-Perimeters und dessen energetischer Qualität. In einem Projekt hat die Stadt Zürich den Einfluss der verschiedenen Abgrenzungsmöglichkeiten untersucht. Der Energieverbrauch für den an die Loggia angrenzenden Raum variiert um ca. einen Faktor 4 (von 318 – 1219 kWh/a). Lage und Qualität der Wärmedämmebene ist somit von zentraler Bedeutung.
Sommerlicher Wärmeschutz:
Aussenliegender Sonnenschutz wie auch Speicherkapazität der massiven Bauteile beeinflussen wesentlich das Raumklima. Die konstruktive Ausführung des Sonnenschutzes erlaubt im Betrieb ein unterschiedliches Mass an Tageslichtnutzung sowie Blickkontakt ins Freie. Anforderungen sind in den Normen SIA 180 und 382/1 definiert. Mit der Speicherkapazität kann sowohl das Überschwingen der Raumtemperatur bei Sonneneinstrahlung und hohen internen Lasten reduziert, als auch die Nachtauskühlung effizienter betrieben werden.
Glasanteil:
Je höher der Glasanteil am Gebäude ist, desto schwieriger ist es, die Komfortanforderungen zu erfüllen. Im SIA Merkblatt 2021 “Gebäude mit hohem Glasanteil – Behaglichkeit und Energieeffizienz“ sind die entsprechenden Anforderungen definiert.

