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Messwerte

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Luftbelastung in der Stadt Zürich 2012

Ein arktischer Kälteeinbruch mit Temperaturen bis zu -20 °C in den ersten beiden Februarwochen prägte den Winter. Dabei blieben jedoch ausgeprägte Inversionslagen aus. Es folgte ein deutlich zu warmer, schöner und trockener Frühling. Länger anhaltende hochsommerliche Wetterlagen blieben aus. Erst ab Mitte bis Ende August kamen während einer länger anhaltenden Schönwetterperiode doch noch sommerliche Gefühle auf. Stabile Hochdruckwetterlagen von Mitte Oktober bis Ende November sorgten wiederum für einen atypischen, zu warmen und trockenen Herbst. Die Wetterbedingungen 2012 trugen mit dazu bei, dass für Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub PM10 die tiefsten Belastungen seit Messbeginn registriert wurden.

Die NO2-Belastung im Jahresmittel lag auch 2012 am Messort Schimmelstrasse (Bhf. Wiedikon) mit 43.4 µg/m³ am höchsten, die Messstation Stampfenbachstrasse lag bei 33.9 µg/m³. Am Zürichberg an der Messstation Schulhaus Heubeeribüel wurde mit 16.6 µg/m³ die geringste NO2-Belastung verzeichnet. Die Feinstaubbelastung (PM10) lag sowohl an der Stampfenbachstrasse, als auch an der Schimmelstrasse deutlich mit 19.7 µg/m³, resp. 20.6 µg/m³ deutlich tiefer als in den Vorjahren. Erstmals konnte an der Stampfenbachstrasse der Langzeitgrenzwert von 20µg/m³ eingehalten werden. Beim Stickstoffdioxid wird der Langzeitgrenzwert im Stadtzentrum und an Verkehrsachsen weiterhin überschritten. Für NO2 kam es an der Stampfenbachstrasse zu 3 (Vorjahr 2), an der Schimmelstrasse zu 9 (Vorjahr 9), für Feinstaub PM10 an der Stampfenbachstrasse zu 8 (Vorjahr 10), an der Schimmelstrasse zu 11 (Vorjahr 21) Überschreitungen der entsprechenden Kurzzeitgrenzwerte.

Länger anhaltende stabile Schönwetterlagen waren auch im Hochsommer 2012 eine Seltenheit. Erst von Mitte August bis Ende September präsentierte sich das Wetter sommerlich. Entsprechend verhalten verliefen die Ozon-Belastungen. Insgesamt resultierten 2012 an der Stampfenbachstrasse 91 (Vorjahr 114) und am Stadtrand 147 (Vorjahr 296) Überschreitungsstunden.

Neben den Dauermessungen standen 2012 Projektmessungen im Vordergrund. Messungen im Zusammenhang mit der Eröffnung der Westumfahrung wurden abgeschlossen, Vormessungen zur Überdachung des Autobahnabschnitts Schwamendingen begonnen. Zusätzlich wurde 2012 wieder eine der periodischen flächendeckenden Messkampagnen ausgeführt.


Jahresauswertung Stampfenbachstrasse 2012

 
Jahresmittelwert
µg/m³
Anz. Tagesmittel über Grenzwert
Anz. Stundenmittel über dem Grenzwert
Stickstoffdioxid NO2 34 3 -
Feinstaub PM10 20 8 -
Ozon O3 - - 91

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Luftbilanz der Stadt Zürich 2008

Die Luftqualität in der Stadt Zürich hat sich gegenüber 2004 nur wenig verbessert. Dies zeigt eine flächendeckende Untersuchung, welche 2008 durchgeführt wurde.

Neben der dauernden Messung der Luftqualität führt der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich periodisch flächendeckende Untersuchungen mit einem verdichteten Messnetz durch. Die Ergebnisse dieser Untersuchung aus dem Jahr 2008 zeigen, dass sich die Luftqualität gegenüber dem Vergleichsjahr 2004 weiterhin leicht verbessert hat. Im Vergleich zu den Neunziger Jahren flacht die Verbesserung der Luftqualität jedoch deutlich ab. Beim Schadstoff Stickstoffdioxid (NO2) sind kaum mehr Verbesserungen festzustellen.

Bei den drei wichtigsten Schadstoffen Stickoxid, Ozon und Feinstaub (PM10) liegt die Belastung noch immer deutlich über den Grenzwerten der Luftreinhalteverordnung.


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