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Feinstaub PM10

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Lungengängiger Feinstaub ist eine Mischung von kleinsten Teilchen mit weniger als einem Hundertstel Millimeter Durchmesser (10 µm). Sie unterscheiden sich in Grösse, Herkunft und Wirkung. Dazu zählen nebst natürlichen mineralischen Anteilen, Abriebteilchen von Pneus und Strassenbelag, Aufwirbelungen, Russteilchen aus Holzfeuerungen auch Dieselruss sowie Partikel aus illegaler Abfallverbrennung. Eine wichtige Rolle spielt zudem die Partikelbildung aus gasförmigen Vorläuferschadstoffen, namentlich Stickoxiden, Schwefeldioxid und Ammoniak. Zudem haften an den Partikeln aus Verbrennungsprozessen Substanzen wie polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Dioxine, die teils krebserregend und erbgutschädigend wirken können. In der Stadt ist der motorisierte Strassenverkehr einer der Hauptverursacher zu hoher Feinstaubbelastung.


Grenzwert

Langzeitgrenzwert: 20 µg/m³ im Jahresmittel
Kurzzeitgrenzwert: 50 µg/m³ im 24-Stunden-Mittel (maximal 1 Überschreitung pro Jahr)


Belastungssituation

PM10-Emissionen Stadt Zürich 2005 - grosse Darstellung in neuem Fenster

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PM10-Emissionen Stadt Zürich 2005

Die Nah- und Fernausbreitung der Feinstäube hat eine relativ homogene Verteilung im Stadtgebiet zur Folge. Alle Messstationen auf dem Gebiet der Stadt Zürich verzeichnen Grenzwertüberschreitungen. Die höchsten Werte findet man an stark befahrenen Strassen mit hohem Schwerverkehrsanteil. Auch in verkehrsarmen Gebieten am Stadtrand kann der Grenzwert nicht eindeutig eingehalten werden.

Wie bei den anderen Schadstoffen ist auch bei Schwebestäuben in den letzten 20 Jahren ein deutlicher Belastungsrückgang festzustellen. Beim Feinstaub wird die Einhaltung der LRV-Grenzwerte schwieriger zu erreichen sein als bei den anderen Problemschadstoffen. Einerseits lassen sich Immissionen aus Abrieb und Aufwirbelung mit technischen Massnahmen kaum verhindern. Andererseits besteht die Gefahr, dass Verbesserungen an den Einzelfahrzeugen durch das Verkehrswachstum teilweise wieder zunichte gemacht werden. Sorgen bereitet der ständig wachsende Anteil an Diesel-PWs. Obwohl heute die meisten neuen Modelle bereits mit Partikelfilter auf dem Markt sind, blasen noch rund 90% der Diesel-PW ihre Abgase ungefiltert in die Luft. Das werden sie ohne Nachrüstpflicht noch Jahre tun.




Wirkungen

Insgesamt können in Abhängigkeit von der Partikelgrösse drei Feinstaubkategorien unterschieden werden. - grosse Darstellung in neuem Fenster

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PM10 im Atemtrakt

Feinstaub PM10 wird grossteils eingeatmet, da die Filterwirkung des Nasen-Rachenraumes für feine Partikel mit weniger als 10 Mikrometer Durchmesser (PM10) nicht ausreicht. Je kleiner die Partikel sind, desto tiefer können sie in die Lunge vordringen. So gelangen ultrafeine Teilchen bis in die Lungenbläschen (Alveolen) und werden von dort nur sehr langsam wieder entfernt. Gemäss neueren Erkenntnissen können sie von den Alveolen in die Blutbahn übertreten und werden so im Körper verteilt.


Abgelagerte Partikel können Atemwegserkrankungen wie Bronchitis bewirken oder Asthmaanfälle begünstigen. PM10 und darin enthaltene Russpartikel, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Schwermetalle können toxisch wirken und Krebs verursachen. Feinstaub führt auch zu Belastungen des Herz-Kreislaufsystems und steigert das Herzinfarktrisiko.


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Weitere Informationen

Mehr zum Thema

Feinstaub-SMS

Der kostenlose  SMS-Service schickt Ihnen ein SMS, sobald der Feinstaub PM10-Grenzwert überschritten wird.

Mehr zum Thema Wintersmog

Weiterführende Informationen zu Feinstaub PM10 finden Sie beim Bundeamt für Umwelt.

Informationen zu Wirkungen von Dieselruss auf den menschlichen Organismus finden Sie auf der Seite Diesel und Gesundheit.

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