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Krebserregende Schadstoffe

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In der Luftreinhalte-Verordnung sind keine Grenzwerte für krebserregende Stoffe definiert, da es keine Grenze gibt, unter der keine Gefahr für die Gesundheit mehr besteht. Deshalb gilt es, die Gefährdung durch diese Stoffe zu minimieren.

Das von Luftschadstoffen ausgehende Krebsrisiko wird in der Stadt Zürich vor allem durch Benzol, Russ und polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bestimmt.


Benzol (Flüchtige organische Verbindungen)

Jahresmittel VOC (Benzol)- Stampfenbachstrasse - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Jahresmittel VOC (Benzol)- Stampfenbachstrasse

Benzol ist hoch toxisch und eindeutig krebserzeugend. Durch die seit Mitte der neunziger Jahre getroffenen Emissionsreduktionsmassnahmen konnten in der Schweiz die Benzol-Immissionen um mehr als 50 Prozent reduziert werden.

Benzol in der Schweiz. Bericht der Eidgenössischen Kommission für Lufthygiene (EKL, 2003).


Elementarer Kohlenstoff (Russ)

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Jahresmittel EC (TOT EUSAAR-2)- Stampfenbachstrasse

Krebserregende Russpartikel entstehen vor allem bei unvollständigen Verbrennungsprozessen (Dieselruss). Da sie sehr klein sind, können sie tief in die Lunge eindringen. Für krebserregende Substanzen gilt gemäss LRV ein Minimierungsgebot. Um dem verfassungsmässigen Schutzanspruch der Bevölkerung gerecht zu werden, sollten die Russkonzentrationen (EC) in der Aussenluft im Jahresmittel 0.1 μg/m³ nicht übersteigen.

Feinstaub in der Schweiz. Status-Bericht der Eidg. Kommission für Lufthygiene. Februar 2008


Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Jahresmittel PAK (BaP) - Zürich  - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Jahresmittel PAK (BaP) - Zürich

Die im Russ enthaltenen krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) stellen aus lufthygienischer Sicht ein ernstzunehmendes Problem dar. In der Luftreinhalteverordnung (LRV) sind keine Grenzwerte für krebserregende Substanzen festgelegt, da für diese ein Minimierungsgebot gilt. Die EU hat jedoch für Benzo(a)pyren (BaP)  einen Zielwert (Jahresmittelwert) von 1 ng/m³ definiert (EU-Commission, 2004).

Hohe PAK-Belastungen treten vor allem im Winter und in Regionen mit erhöhtem Anteil an Holzheizungen auf. Der Einfluss von Verkehrsemissionen scheint dagegen eher eine untergeordnete Rolle zu spielen, wie die vergleichsweise mässige Belastung strassennaher Standorte in Städten zeigt.


Bericht «Kanzerogene Luftschadstoffe in der Stadt Zürich (2003)»

In der Stadt Zürich wurden bereits vor dreissig Jahren Luftschadstoffe mit kanzerogenem Potential gemessen. Der Bericht fasst die Ergebnisse älterer und aktuellerer Messungen von kanzerogenen Luftschadstoffen zusammen und schätzt ihr gesundheitsgefährdendes Ausmass bezüglich des resultierenden Krebsrisikos ab.


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