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Schwefeldioxid

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SO2-Emissionen Stadt Zürich 2005 - grosse Darstellung in neuem Fenster

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SO2-Emissionen Stadt Zürich 2005

Schwefeldioxid SO2 ist ein farbloses, leicht wasserlösliches, stechend riechendes Gas. Es entsteht bei der Verbrennung fossiler schwefelhaltiger Energieträger wie Kohle und Öl. Schwefeldioxid ist der klassische Luftschadstoff des Wintersmogs der vergangenen Jahrzehnte.


Grenzwert

Langzeitgrenzwert: 30 µg/m³ im Jahresmittel
Kurzzeitgrenzwert: 100 µg/m³ im 24-Stunden-Mittel (maximal 1 Überschreitung pro Jahr)


Belastungssituation

Die Immissionen von Schwefeldioxid stellen heute kein lokales Problem mehr dar. Die kritischen Belastungsgrenzen für den Säureeintrag in empfindliche Ökosysteme (Wälder, alpine Bergseen in kalkarmen Einzugsgebieten) sind jedoch vielerorts noch zu hoch.

Die SO2-Belastungen haben in der Stadt Zürich seit den 1980er-Jahren sehr stark abgenommen. Seit 1990 wurden keine Überschreitungen des Jahresmittel-Grenzwertes mehr registriert. Überschreitungen des maximalen Tagesmittelwertes während mehrtägigen Inversionslagen im Winter kamen am Messort Stampfenbachstrasse noch bis 1989 vor.

In der Stadt Zürich wird Schwefeldioxid überwiegend aus Feuerungsanlagen freigesetzt (94%). Aus dem motorisierten Strassenverkehr stammen nur noch rund 1% (siehe Grafik oben).

Die Verbesserung beim SO2 ist einerseits mit dem Ersatz von stark schwefelhaltigen Brennstoffen durch fossile Energieträger mit geringem Schwefelgehalt (Heizöl extra leicht, Erdgas) zu erklären. Andererseits konnte der Schwefelgehalt im Heizöl und im Dieselöl dank Fortschritten in der Entschwefelungstechnik bei der Raffination stark reduziert werden. Die Lenkungsabgaben auf Heizöl extra leicht mit einem Schwefelgehalt von mehr als 0.1% (1998) sowie auf Benzin und Diesel mit einem Schwefelgehalt von mehr als 0.001% (2004) werden dazu beitragen, die Säureeinträge noch weiter zu senken. Die hohen Qualitätsanforderungen an Treibstoffe (praktisch schwefelfrei) sind für den störungsfreien Betrieb neuer Motoren- und Abgasbehandlungstechnologien notwendig.




Wirkungen

Schwefeldioxid kann zu Reizungen der Schleimhäute der Atemwege und der Augen führen. In der Luft wird Schwefeldioxid zum Teil in Schwefeltrioxid (SO3) oxidiert, so dass in Niederschlägen ein Gemisch aus schwefliger Säure und Schwefelsäure vorliegt (saurer Regen). Dies hat eine schädliche Versauerung von Böden und Gewässern zur Folge. Da Schwefeldioxid weiträumig transportiert werden kann, sind vom sauren Regen auch Gebiete weitab von Ballungs- und Industriezentren betroffen. Schwefeldioxid kann aber Pflanzen auch direkt schädigen.


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