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Stickstoffdioxid

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NOx-Emissionen Stadt Zürich 2005 - grosse Darstellung in neuem Fenster

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NOx-Emissionen Stadt Zürich 2005

Stickoxide (NOx) entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei Verbrennungsvorgängen. Dabei reagiert vor allem der Luftstickstoff (N2) mit dem Sauerstoff (O2) der Verbrennungsluft. Bei diesem Prozess entsteht Stickstoffmonoxid (NO), das erst in der Atmosphäre in das giftigere Stickstoffdioxid (NO2) umgewandelt wird. Die Summe von NO und NO2 wird als NOx bezeichnet.


Grenzwert

In der schweizerischen Luftreinhalte-Verordnung (LRV) sind nur für NO2 Immissionsgrenzwerte festgelegt.

Langzeitgrenzwert: 30 µg/m³ im Jahresmittel
Kurzzeitgrenzwert: 80 µg/m³ im 24-Stunden-Mittel (maximal 1 Überschreitung pro Jahr)


Belastungssituation

Jahresmittelwert Stickstoffdioxid an der Stampfenbachstrasse - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Jahresmittelwert Stickstoffdioxid an der Stampfenbachstrasse

In der Stadt Zürich trägt der motorisierte Strassenverkehr am meisten zur NO2-Belastung bei. In Gebieten mit hoher Verkehrsdichte, wie in Teilen der Innenstadt und an anderen stark verkehrsexponierten Orten, wird der NO2-Grenzwert für das Jahresmittel immer noch überschritten. Eindeutig eingehalten wird er nur an peripheren, verkehrsarmen Lagen.

Durch zahlreiche Massnahmen auf kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Ebene konnten die NOx-Emissionen in den vergangenen Jahren massiv reduziert werden. In der Stadt Zürich verminderte sich der NOx-Ausstoss zwischen 1990 und 2000 um rund 50 Prozent. Gut die Hälfte dieses Erfolgs geht auf die verschärften Abgasvorschriften für Motorfahrzeuge zurück (3-Wege-Katalysator für Benzinfahrzeuge). Weiteren Einfluss hatte die Sanierung der Heizungsanlagen (Low-NOx-Feuerungen nach "Züri-Norm"), sowie die Nachrüstung der Kehrichtheizkraftwerke von ERZ mit DeNOx-Anlagen.


Anzahl Überschreitungen des Stickstoffdioxid-Tagesmittelgrenzwertes - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Anzahl Überschreitungen des Stickstoffdioxid-Tagesmittelgrenzwertes

Auch in den nächsten Jahren ist mit einem weiteren Rückgang der NOx-Emissionen zu rechnen. Die von der EU beschlossenen Abgasnormen EURO 4 und 5 werden den verkehrsbedingten NOx-Ausstoss weiter senken. Die Minderung wird jedoch wesentlich geringer ausfallen, als in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre.

Zudem steigt die Anzahl der Diesel-Personenwagen stark. Sie emittieren derzeit im Vergleich zu Benzinfahrzeugen mit Katalysator die acht- bis zehnfache NOx-Menge. Die NOx-Abgasgrenzwerte sind bedeutend weniger streng als bei Benzinfahrzeugen. Erst unter der vorgesehenen EURO 6-Norm (ca. ab 2014) soll der Ausstoss auf 80 Milligramm pro Kilometer begrenzt werden (Benziner bereits mit der Norm EURO 4 bei 80 Milligramm pro Kilometer, mit EURO 6 bei 60 Milligramm pro Kilometer).


Wirkungen

Die Stickoxide NOx, welche zusammen ein hoch reaktives Gemisch bilden, zählen zu den wichtigsten Schadstoffen der Luft. NO2 selbst begünstigt Atemwegserkrankungen und greift die Schleimhäute der Atemwege an.

Stickoxide spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung von Ozon in der unteren Atmosphäre und sind an der Entstehung saurer Niederschläge beteiligt (Bildung von Salpetersäure). Über die Bildung sekundärer Partikel erhöhen sie zudem die PM10-Belastung. Durch Überdüngung mit Stickstoff werden naturnahe und natürliche Ökosysteme gefährdet.


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