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Strassenverkehr
Das Auto in unserer Stadt
Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich legen pro Tag durchschnittlich eine Wegstrecke von 44 Kilometern zurück. Dies entspricht ungefähr der Distanz von Zürich nach Aarau. Dabei ist das Auto, gemessen an der zurückgelegten Distanz, das wichtigste Verkehrsmittel. Fast die Hälfte der Strecken wird vom motorisierten Individualverkehr geleistet, gefolgt von den öffentlichen Verkehrsmitteln mit einem Anteil von gut 40%.
(Quelle: Statistik Stadt Zürich, Mobilität und Verkehr, 5/2007)
Anteil an den Schadstoffmengen in Zürich
Strassenverkehr auf der Hardbrücke
Berechnungen für das Jahr 2005 ergaben, dass der motorisierte Strassenverkehr in der Stadt Zürich zu 60% an den NOx-Emissionen beiträgt. Bei den PM10-Emissionen liegt der Anteil der Motorfahrzeuge bei rund einem Drittel.
Der motorisierte Strassenverkehr gehört damit zu den wesentlichsten Quellen von Luftschadstoffen in der Stadt Zürich.
Im Raum Zürich werden Höchstwerte auf der Autobahn Nordumfahrung Zürich und an der Rosengartenstrasse beobachtet.
Entstehung der Emissionen
Alle Treibstoffe - Benzin, Diesel, Erdgas, Biogas oder Agrotreibstoffe - bestehen aus Kohlenwasserstoffen. Bei der Verbrennung verbleiben immer Rückstände von nur teilweise verbrannten Treibstoffen: VOC, CO, PM10. Zudem bildet Stickstoff aus der Luft bei hohen Temperaturen in der Verbrennungskammer NOx.
Vergleich der Antriebsarten
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Ökologische Vorteile | Ökologische Nachteile |
|---|---|---|
| Diesel | Geringerer Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoss | Ohne Partikelfilter viel höherer Partikel-Ausstoss; höherer NOx-Ausstoss |
| Benzin | Tiefer Partikel- und NOx-Ausstoss | Höherer Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoss |
| Erdgas / Biogas | Tiefer Partikel-, NOx- und CO2-Ausstoss | Höherer VOC-Ausstoss (Methan) |
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Hybrid,
Plug-In-Hybrid |
Emissionen verglichen mit gewöhnlichen Benzin- und Dieselfahrzeugen geringer | Ökologische Bilanz hängt auch von den Emissionen bei der Stromproduktion ab |
| Elektromotor | Im Betrieb emissionsfrei, eignen sich deshalb besonders für Siedlungsgebiete | Ökologische Bilanz hängt im Wesentlichen von den Emissionen bei der Stromproduktion ab |
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Wasserstoff
(noch nicht marktreif) |
Im Betrieb emissionsfrei (analog Elektrofahrzeuge) | Wasserstoff-Produktion ist sehr energieintensiv |
Abgasvorschriften
Die Schweiz führte zu Beginn der 80er Jahre eigene Abgasvorschriften ein. Mitte der 90er Jahren übernahm sie die EU-Richtlinien. Ab September 2009 gilt für alle Motorfahrzeuge (ausser Motorräder) die Norm EURO-5. Im Jahre 2006 wurde für Motorräder die vorläufig letzte Abgasstufe EURO-3 eingeführt.
Mit dem strengen Partikelgrenzwert von EURO-5 werden für Personen- und Lieferwagen die Partikelfilter obligatorisch. Bei Lastwagen und Linienbussen soll der Partikelgrenzwert erst mit der geplanten EURO-6 Vorschrift soweit abgesenkt werden, dass Partikelfilter notwendig werden.
Die aktuellen Vorschriften gelten jeweils nur für Neufahrzeuge. Ältere Modelle müssen den neuen Vorschriften nicht angepasst werden.
Entwicklung
Die schrittweise Verschärfung der Abgasvorschriften von Motorfahrzeugen reduziert den Ausstoss von Luftschadstoffen deutlich. Die starke Zunahme des Verkehrsaufkommens bei Personenwagen, Lieferwagen und Motorrädern hebt diesen Erfolg jedoch teilweise wieder auf. Der steigende Anteil von Personenwagen mit Dieselmotor und deren zunehmender Fahrleistung erhöht insbesondere die PM10- und NOx-Emissionen.
Dieselmotoren verbrauchen bei gleicher Leistung ca. 30% weniger Treibstoff als Benzinmotoren und stossen deshalb weniger CO2 aus. Sie erzeugen aber bis zu tausendmal mehr Feinstaub und bis zu sechsmal mehr NOx. Einzig geschlossene Partikelfiltersysteme und der DeNOx-Katalysator reduzieren den Ausstoss dieser Schadstoffe wirksam.
(Quelle: beco, Broschüre Ökologische Fahrzeugbeschaffung)
Die Fahrzeugstatistik zeigt, dass Autos mit leistungsstärkeren Motoren und höherem Gewicht immer beliebter werden. SUVs (Sport Utility Vehicles) und Geländewagen verzeichneten in den letzten Jahren steigende Absatzzahlen.
Auch die Verkaufszahlen der Personenwagen mit Dieselmotor stiegen in den letzten Jahren stark an. Der Anteil der Dieselfahrzeuge am gesamten Personenwagen-Bestand erhöhte sich in der Stadt Zürich in den letzten 5 Jahren von 5 auf 13%.
Biotreibstoffe
Biotreibstoffe sind Treibstoffe, die aus Biomasse hergestellt werden. In den letzten Jahren werden vermehrt Biotreibstoffe angeboten. Da es sich nicht um Erdölprodukte sondern um erneuerbare Rohstoffe handelt, gelten Biotreibstoffe als teilweise klimaneutral. Die ökologische Gesamtbilanz von Treibstoffen hergestellt aus Biomasse aus der Landwirtschaft kann jedoch je nach Anbau, Verarbeitung und Transport schlechter sein als von Erdölprodukten. Insbesondere können sie den Nahrungsmittelanbau konkurrenzieren. .
Abgasnachbehandlung
Die Abgasnachbehandlung hat Motorfahrzeuge sehr viel sauberer gemacht. Die Systeme sind in den Antrieb integriert und werden mit aufwändigen Steuerungsfunktionen betrieben. Katalysatoren, Adsorber und Filter als Teil eines Motorsystems beseitigen die Schadstoffe weitgehend


