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Freibad Letzigraben 2006
Das Freibad Letzigraben liegt auf einer Geländeerhebung in Albisrieden. Bereits 1838 fand hier eine archäologische Ausgrabung statt. Die Sanierung des Bades bot 2006 den Anlass zu einer erneuten Untersuchung.
Besuchstag auf dem Grabungsgelände: In der Fläche sind Fundamentreste der römischen Villa zu sehen. In der Neuzeit wurden deren Steine zum Vergraben von Pferdekadavern auf dem Wasenplatz teilweise ausgeräumt. Die Befunde lagen nur 50 cm unter der Rasenoberfläche. (Bild Stadtarchäologie)
Römischer Gutshof – Galgen – Freibad
Bereits 1838 untersuchte hier die Antiquarische Gesellschaft Zürich römische Gebäudereste. Wie die aktuelle Grabung der Stadtarchäologie nun ergab, gehören diese zum Herrenhaus eines römischen Gutshofes mit einem Grundriss von rund 20 x 40 Meter.
Weniger Interesse brachten die damaligen Forscher für den Galgen auf, der seit dem 14. Jh. an dieser Stelle überliefert ist. Das Hochgericht war 1810 letztmals für eine Hinrichtung verwendet und 1831 abgebrochen worden. Historische Abbildungen zeigen eine dreieckige Konstruktion mit gemauerten Säulen und Querbalken, an denen die Delinquenten aufgehängt wurden. Die Grabung 2006 erbrachte Hinweise auf den Standort des Galgens.
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Skelett eines 22–24 jährigen Mannes, der am Galgen hingerichtet und verscharrt wurde. Insgesamt konnten drei Skelette von Hingerichteten dokumentiert werden. (Bild Stadtarchäologie)
Literatur
- Sabine Deschler-Erb und Barbara Stopp, Die Tierskelette vom Wasenplatz am Letzigraben in Zürich-Albisrieden (18. Jahrhundert). Archäozoologischer Untersuchungsbericht zur Grabung 2006. Internetpublikation in Ergänzung zum Bericht Archäologie und Denkmalpflege 2003–2006.
- Andreas Motschi und Christian Muntwyler, mit Beiträgen von Elisabeth Langenegger, Sabine Deschler-Erb und Barbara Stopp, Römische Villa, Galgen und Wasenwinkel. Archäologie im Freibad Letzigraben in Zürich-Albisrieden, in: Archäologie Schweiz 29, 2006/4, S. 2–16.


