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Kloster im Selnau 2004
Im Jahr 2004 sind im Gebiet der Gerechtigkeits-, Friedens- und Flössergasse
im Zürcher Selnauquartier die Werkleitungen im Strassenbereich erneuert worden. Das ermöglichte es der Stadtarchäologie, einige wichtige Partien des 1256 gegründeten Zisterzienserinnen-Klosters Selnau zu untersuchen. Sie stiess auch auf die Überreste eines Friedhofes.
Kloster Selnau (Hans Leu der Ältere, um 1500)
Klostermauern und Skelette
Das Kloster ist nach der Reformation so gründlich abgebrochen worden, dass nur noch wenige Baureste im Boden erhalten sind. Die neuerlichen Funde erlauben es aber, die Ausrichtung und Abmessungen der Klosterkirche sicher zu bestimmen. Tatsächlich konnten die Westmauer und die Südwestecke der Kirche gefasst werden und ein grösseres Stück des ehemaligen Fussbodens der Kirche freigelegt werden.
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Die Skelette gehören zum Friedhof des nahe gelegenen Asyls für Arme und Kranke, das bis ins 18. Jh. bestand. Die Toten waren offenbar in grosser Eile in die Grube gelegt worden. Handelt es sich um Opfer der Pestepidemie von 1611? (Bild Stadtarchäologie)
Literatur
- Dölf Wild, Jürg Hanser, Elisabeth Langenegger, Klostermauern in Leitungsgräben – Das vergessene Kloster im Selnau gewinnt an Kontur, in: Bericht Archäologie und Denkmalpflege 2003–2006, S. 32–34. Ausführliche Version als Internetpublikation.
- Dölf Wild, Jürg Hanser, Neue Befunde zum Zisterzienserinnenkloster im Selnau, in: Bericht Archäologie und Denkmalpflege 1999–2002, S. 59–71.

