Turicum I
Vom keltischen Oppidum zum frühkaiserzeitlichen Vicus
Die römische Ansiedlung am Ausfluss des Zürichsees hiess laut einer römischen Grabinschrift Turicum. Das aber ist kein römischer Ortsname, sondern ein vorrömischer keltischer Name, zurückgehend auf die keltische Siedlung Turicum im 1. Jh. v.Chr. Das Projekt Turicum erforscht die keltischen Ursprünge Zürichs und ihre Entwicklung in römischer Zeit.
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Zeichnerische Rekonstruktion der römischen Siedlung im 2./3. Jh. (Zeichnung Jörg Müller, 1982)
Die stetige Bautätigkeit im Stadtgebiet beidseits der Limmat gewährte bisher an weit über 100 Stellen Einblicke auf keltische und römische Befunde im Boden und lieferte damit zahlreiche «Bausteine». Gleich Mosaiksteinchen gilt es diese zu einem Gesamtbild, dem städtischen Lebensraum der einst hier ansässigen keltischen und gallo-römischen Bevölkerung zusammenzufügen.
Mit dem vor kurzem abgeschlossenen Projekt Turicum I gelang es, neue Ideen zu den Anfängen der Stadt Zürich zu gewinnen und die Entwicklung der keltischen Siedlung zur römischen Kleinstadt in der Zeit vom 1. Jh. v.Chr. bis 1. Jh. n.Chr. nachzuzeichnen. Mit dem Nachfolgeprojekt Turicum II soll der Weg dieser Kleinstadt in der Geschichte weiter und bis zur Spätantike (4./5. Jh. n.Chr.) aufgerollt werden.
Publikation zur ersten Etappe des Projektes Turicum:
Margrit Balmer
Zürich in der Spätlatène- und frühen Kaiserzeit
Vom keltischen Oppidum zum römischen Vicus Turicum
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