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Schutzbehandlungen

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Sprühpistole zum Aufbringen von Schutzschichten

Die ideale Schutzbehandlung berücksichtigt die Beschaffenheit des Untergrundes wie auch ästhetische Anforderungen. Generell sollten Fassaden nur durch Fachpersonal geschützt und gereinigt werden.


Temporäre Systeme
Temporäre Systeme, auch Opferschichtsysteme genannt, werden bei einer Reinigung zusammen mit den Graffiti entfernt. Sie kommen auf «atmenden» Untergründen wie Stein, Beton, Backstein oder Holz zum Einsatz.

Temporäre Systeme – Polysaccharide
Innerhalb der temporären Systeme gibt es verschiedene Produktarten. Komplett reversibel, bauphysikalisch unproblematisch und biologisch abbaubar sind Polysaccharide. Neben diesen idealen Eigenschaften haben sie aber auch einen grossen Nachteil: ihre kurze Haltbarkeit. Sie halten nur einige Niederschläge aus. An Fassaden, welche der Witterung ausgesetzt sind, müssen sie nach etwa einem halben Jahr erneuert werden.

Anbieter, die eine längere Haltbarkeit versprechen, mischen hydrophobierende Stoffe bei, welche dazu führen, dass das Produkt nicht besser ist als jedes andere im Bereich der temporären Schutzprodukte (nicht reversibel, bauphysikalisch nicht unproblematisch und nicht ohne weiteres biologisch abbaubar).

Wenn Sie sich für den Einsatz von Polysacchariden entscheiden, ist deshalb eine klare Absprache mit dem Anbieter empfehlenswert.

Permanente Systeme
Permanente Systeme versiegeln den Untergrund. Sie widerstehen einer Reinigung und erleichtern die Entfernung der Graffiti. Permanente Systeme kommen auf «nicht atmenden» Untergründen wie Metall und Kunststoff zum Einsatz.

Mineralische Schutzfarbe
Auf gestrichenen Untergründen (Verputz) eignen sich die oben beschriebenen Schutzsysteme nicht. Hier kann eine farblich abgestimmte mineralische Farbe auf die gestrichene Fassade aufgebracht werden.

Semipermanente Systeme
Semipermanente Systeme verbinden die Eigenschaften der temporären und permanenten Systeme. Das heisst, es wird eine erste, nicht reversible Schicht aufgetragen, welche die Atmungsaktivität des Mauerwerkes beeinflusst. Darauf folgt eine temporäre Beschichtung, welche im Schadensfall wieder erneuert werden muss. Diese Systeme sind für Natur- und Kunststein sowie Beton nicht empfehlenswert.

Nanotechnologie
Produkte auf Nanotechnologiebasis boomen. Allerdings sind die Wasserdampfdurchlässigkeit oder die Eigenschaften auf porösem Untergrund noch unzureichend geklärt. Eine Beratung durch Fachpersonal ist sinnvoll. Produkte auf Nanotechnologiebasis funktionieren nur, wenn sie auf absolut staub- und schmutzfreier Oberfläche aufgetragen werden. Aufgrund ihrer irreversiblen Verbindung mit dem Untergrund sind sie für denkmalgeschützte Objekte nicht einsetzbar.


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