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Entwicklungskonzept/Leitbild
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Luftbild Leutschenbach 2011 (Bild Desair AG)
Die bisherige Entwicklung Leutschenbachs orientiert sich weitgehend am Entwicklungskonzept 2000. Dessen Hauptziel ist, dass Leutschenbach nach wie vor ein Arbeitsplatzgebiet mit öffentlichen Einrichtungen und Anlagen bleibt. Der Wohnanteil stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an.
Herausforderungen
Aktuelle Bauvorhaben lassen vermuten, dass sich die Erhöhung des Wohnanteils gegenüber den Dienstleistungs- und gewerblich-industriellen Nutzungen aufgrund der heutigen Marktlage fortsetzen wird.
Dies führt auch zu einer Veränderung der Sozialstruktur und zieht Investitionen der öffentlichen Hand in die Quartier-Infrastruktur nach sich. Es ist erklärtes Ziel, die GrundeigentümerInnen an diesen Investitionen zu beteiligen.
Leitbild Leutschenbach
Das Leitbild Leuschenbach stützt sich auf die Synthese der Testplanung Leutschenbach-Mitte 2009/2010. Es setzt den städtebaulichen Rahmen, ordnet die Freiräume und Nutzungen an und liefert Anhaltspunkte zur Gestaltung. Die Publikation ergänzt und präzisiert die rechtsgültige Bau- und Zonenordnung BZO.
Testplanung Leutschenbach-Mitte 2009/2010
Zur Klärung der vielschichtigen städtebaulichen und nutzungsbezogenen Rahmenbedingungen für die Gebietsentwicklung in Leutschenbach-Mitte und Glattpark dritte Etappe wurde im Winter 2009/2010 über eine Fläche von insgesamt zirka 28 Hektaren eine begleitete Testplanung mit drei interdisziplinären Planungsteams durchgeführt.
Ins Verfahren integriert waren neben zahlreichen städtischen Dienstabteilungen als Nutzer der städtischen Grundstücke auch private GrundeigentümerInnen, die SRG SSR idée suisse sowie die Stadt Opfikon. Die Erkenntnisse wurden im Synthesebericht zusammengefasst.
Kooperative Entwicklungsplanung Leutschenbach 1999/2000
Die Revision der Richt- und Nutzungsplanung (BZO) der Stadt Zürich, das Projekt Glattalbahn sowie verschiedene private Bauvorhaben eröffneten ab 1998 die Chance, Vorstellungen über die ganzheitliche Entwicklung Leutschenbachs zu formulieren und deren Umsetzung schrittweise anzugehen.
Die Stadt führte deshalb mit GrundeigentümerInnen und ExpertInnen eine kooperative Entwicklungsplanung durch. In einem offenen Verfahren wurden in Zusammenarbeit mit drei interdisziplinären Planungsteams strategische Ziele und Visionen für das Gebiet entwickelt.
Die Grundsätze zu Städtebau, Freiraum, Nutzungen und Verkehr sind im «Entwicklungskonzept Leutschenbach 2000» festgehalten.
Entwicklungsziele 2000
- Leutschenbach soll ein attraktiver, durchmischter und belebter Stadtteil werden.
- Freiräume und Architektur sollen eine hohe Qualität aufweisen und dem Stadtteil ein positives Image verschaffen.
- Das Entwicklungsleitbild wird in kooperativen Verfahren umgesetzt, die Grundeigentümerinnen und -eigentümer beteiligen sich finanziell an gebietsaufwertenden Massnahmen.
Vision 2000
1. Wohnen an den Gebietsrändern
Leutschenbach wird mit den Wohnquartieren Seebach und Schwamendingen vernetzt.
2. Flexibles Mischgebiet in Leutschenbach-Mitte
Hier vermischen sich Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freizeit in grossformatigen Bautypologien.
3. Bauliche Verdichtung beim Bahnhof Oerlikon
Einzelne Hochhäuser setzen am Tor zu Leutschenbach übergeordnete Akzente.
4. Medienschwerpunkt beim Fernsehstudio
Das Fernsehstudio zieht weitere Medienunternehmen an.
5. Hochwertige Freiräume als Identifikationsfaktor
Leutschenbach verfügt über ein dichtes Netz an gut erreichbaren Freiräumen – mit dem Leutschenpark als Herz – und ist auch mit den Freiräumen jenseits der Stadtgrenze verknüpft.
6. Hauptverkehrsachse Thurgauerstrasse
Die städtische Hauptachse mit der Stadtbahn bleibt eine gute Adresse für Geschäftshäuser.
7. Leutschenbachstrasse als zentrales Rückgrat
Zwischen Bahnhof Oerlikon, Messe, Medienschwerpunkt und Opfikerpark gibt es eine abwechslungsreiche, verkehrsarme Raumabfolge.


