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Baukultur & Siedlungsentwicklung

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Luftaufnahme von Leutschenbach

Leutschenbach 2007, Bild: Desair AG

Bis vor einigen Jahren wirkte Leutschenbach trotz guter Lage zwischen City und Flughafen, den vielen Arbeitsplätzen und den hier ansässigen Institutionen und Firmen etwas peripher. Der Stadtraum wies erhebliche Defizite auf, die Vernetzung im Quartier und zu den umliegenden Gebieten war wenig entwickelt.


Bebauungsgeschichte

Die Geschichtsschreibung des Leutschenbach-Quartiers beginnt im Jahr 1212, in welchem die Lokalität Binz erstmals urkundlich erwähnt wird. Die Binz war seit spätestens dem frühen 14. Jahrhundert Standort der Binzmühle und des Binzhofs. Die Binzmühle gehörte der Fraumünsterabtei in Zürich und arbeitete für die Dörfer Oerlikon und Seebach. Diese Zentralität der Gegend am Leutschenbach blieb bestehen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, als die Binzmühle den Betrieb einstellen musste.


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Das älteste Gebäude (Bild BAZ) - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Das älteste Gebäude (Bild BAZ)

Das älteste Gebäude des Leutschenbach-Quartiers ist ein 1678 erstelltes Wohnhaus an der Allmannstrasse 4. Es gehörte zur Binzmühle.


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Gewerbebetriebe prägen das Quartier
1934 wurde Leutschenbach als Teil Seebachs in die Stadt Zürich eingemeindet. Eine neue Etappe in der Geschichte Leutschenbachs begann 1855/56, als es durch die Gleise der Eisenbahnlinien nach Winterthur und Bülach von seiner Umgebung abgetrennt wurde: Es wurde zum Randgebiet.

Eine erste grossflächige Bebauung begann um 1920 und setzte sich bis zirka 1960 in Form von Kleinhäusern mit Garten entlang der westlichen Bahnlinie fort. Ab den 1940er-Jahren zogen Fabrik- und Gewerbebetriebe aus den umliegenden Quartieren auf das Gelände.

Die Bebauung beschleunigte sich, als die Stadt 1955 für die Thurgauerstrasse den südlichen Bahndamm durchbrach. Es folgten weitere Gewerbebetriebe und die drei grossen Infrastrukturbauten Autobus-Garage, Fernsehstudio und Kehrichtverbrennungsanlage.


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Heterogene Bebauung

Die Heterogenität von Bebauung und Nutzung ist heute ein charakteristisches Merkmal des Quartiers. Mit der Nähe zum Bahnhof Oerlikon und zum Flughafen, der sehr guten Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz und der Ansiedlung von Büro- und Geschäftsbauten auch in den angrenzenden Gebieten entwickelt sich das Quartier zu einem wichtigen Bestandteil von ganz Zürich Nord und der Glattalstadt.


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Der Name Leutschenbach

Im Namen Leutschenbach steckt der zürichdeutsche Ausdruck «leutsche» oder «umeleutsche». Er bedeutet «umherstreichen» oder «umherirren» und bezieht sich vielleicht auf hier umherstreichende Wölfe – oder auf den umherirrenden Bach, der oft seinen Lauf wechselte.


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Bauliche Entwicklung in Bildern

1950er Jahre bis heute

Leutschenbach 1950   - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Leutschenbach 1950 (Foto Wolf-Bender)

Auf dem Foto von Wolf-Bender aus dem Jahr 1950 ist zwischen Feldern und Wiesen die Bauschreinerei Rigling (erbaut 1948/49) zu sehen. Im Hintergrund die Einfamilienhaussiedlung aus den Jahren 1920-40, dahinter der Damm der Bahnlinie von Oerlikon nach Baden (Furttallinie).








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