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Schulanlage Ilgen und Hort Fehrenstrasse
Die zwei stattlichen Schulhäuser stehen in beherrschender Lage auf einer baumbestandenen Terrasse mitten im Wohnquartier. Die Vorortsgemeinde Hottingen, die sich im 19. Jahrhundert zu einem bürgerlichen Wohnquartier entwickelte, baute sie in kurzer Folge 1877 und 1889, um die wachsende Zahl der Schulkinder unterzubringen. Turnhalle, Kindergarten und ein kleines Hortgebäude ergänzen die Schulanlage.
Die Schulanlage
Die repräsentative Architektur ist in der äusseren Erscheinung und in den Treppenhäusern noch gut erhalten, Klassenzimmer und Turnhalle dagegen wurden durch spätere Umbauten stark beeinträchtigt und sollen jetzt wieder aufgewertet werden. Seit den 1960er Jahren hat sich Instandsetzungsbedarf aufgestaut, gleichzeitig sind veränderte Bedürfnisse der Schule (z.B. Gruppenräume) und die üblichen technischen Anforderungen (Energieeffizienz, Brandschutz, Erdbebensicherheit, Hindernisfreiheit) zu erfüllen. Besonders dringend ist die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze: Der bestehende Hort wird daher durch einen grösseren Neubau aus Holz ersetzt. Um- und Neubauprojekt gehen auf einen Architekturwettbewerb des Amts für Hochbauten zurück.
Die Instandsetzung
Geplant ist eine umfassende Instandsetzung. Fassaden und Dächer der alten Schulhäuser werden nach denkmalpflegerischen Grundsätzen instandgesetzt. Auch im Inneren sollen die historischen Proportionen, Gliederungselemente und Materialien wieder spürbar werden, vor allem in den imposanten Treppenhallen. Zwischen den Klassenzimmern im Ilgen B werden Gruppenräume eingebaut. Statt bisher 13 Regelklassen finden in Zukunft noch 10 Klassen in der Schulanlage Platz.
Durch den Anschluss an die Fernheizung, teilweise Innendämmung und den Ersatz der Fenster lassen sich Energieeffizienz und CO2-Ausstoss stark verbessern. Der Minergie-Standard wird erreicht. Statt einer aufwändigen Lüftungsanlage kommt eine mechanische Fensterlüftung zum Einsatz. Neue Behindertenlifte, Brandschutzmassnahmen etc. sind erforderlich, um den heutigen Vorschriften zu genügen.
Zusammen mit den Schulhäusern und der Turnhalle wird auch die Umgebung (Pausenplatz) umfassend erneuert. Während der Bauphase werden auf dem Pausenplatz Schulraumprovisorien aufgestellt.
Der Hort-Neubau
Der neue Hort ersetzt ein bestehendes Gebäude ausserhalb der eigentlichen Schulanlage. Es handelt sich um einen dreigeschossigen Holzbau über einem terrassenartigen Sockel aus Beton. Das Gebäude ist ähnlich einem Baumhaus in den eindrucksvollen Baumbestand des Grundstücks eingefügt. Es übernimmt den Massstab der umgebenden Wohnhäuser und hat eine privat wirkende, familiäre Ausstrahlung.
Der schlanke Grundriss kombiniert auf jedem Geschoss je zwei Aufenthalts- und Verpflegungsräume und ein zusätzliches Schaltzimmer mit dem zentral gelegenen, massiven Erschliessungskern. Küche und Mehrzweckraum kommen im Sockelgeschoss unter. Die geschickte Anordnung der Räume schafft ideale Voraussetzungen für den Betrieb.
Durch Rekurse eines privaten Anwohners ist der Baubeginn leider bis auf weiteres blockiert.
Projektorganisation:
Bauherrschaft: Stadt Zürich, Immobilien-Bewirtschaftung
Vertreten durch: Amt für Hochbauten
Betrieb: Schul- und Sportdepartement
Bauzeit Schulanlage Ilgen: von 2011 bis 2012
Bauzeit Hort Fehrenstrasse: Baubeginn noch offen (Rechtsverfahren hängig)
Architekten: Wolfgang Rossbauer Arch. ETH/SIA ByAK GmbH Gesamtbauleitung: Caretta & Gitz AG Baumanagement
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