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Wohnsiedlung Nordstrasse "Schindelhäuser"

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Im Jahr 1918, am Ende des Ersten Weltkriegs, herrschten in Zürich Teuerung und extreme Wohnungsnot. Obdachlose mussten in Baracken und Büroräumen untergebracht werden. In dieser Situation plante und baute die Stadt in der extrem kurzen Zeit von 6 Monaten die Siedlung Nordstrasse. Wenige Jahre später wurden die Fachwerkhäuser mit Eternit eingekleidet, weil die Fassaden Risse aufwiesen – von daher kommt der geläufige Name "Schindelhäuser". Eine Inschrift auf dem Brunnen am zentralen Platz erinnert an die Notzeit vor 90 Jahren. Er steht – wie die ganze Siedlung – unter Denkmalschutz.


Anfang der 1980er Jahre verhinderte der Widerstand der Mieterinnen und Mieter den geplanten Abbruch der Schindelhäuser. Die Siedlung wurde danach mit einfachsten Massnahmen instand gesetzt. Jetzt liess sich eine umfassende Erneuerung nicht länger aufschieben. Auch in Zukunft wird die Siedlung Nordstrasse einfache und preiswerte Wohnungen bieten.

2009 begann die Instandsetzung in vier Etappen. Ziel ist die Sicherung der Bausubstanz und der Erhalt der Funktionstüchtigkeit für den Zeitraum einer nächsten Generation. Neu gebaut wird die Kanalisation, die Brikettöfen weichen einer Zentralheizung. Mit dem Ersatz der Leitungen geht der Einbau einfacher Küchenelemente einher, und endlich erhält jede Wohnung eine Dusche. Im Sommer 2012 kommen die Arbeiten zum Abschluss.

Projektorganisation:
Bauherrschaft:
Stadt Zürich, Liegenschaftenverwaltung
Vertreten durch: Amt für Hochbauten
Betrieb: Liegenschaftenverwaltung
Bauzeit: von 2010 bis 2012. Die Instandsetzungen erfolgen in 4 Ausführungsetappen. Während der Sanierungsphasen stehen der Mieterschaft 24 Ausweichwohnungen zur Verfügung.
Architekten: Schäublin Architekten AG, dipl. Architekten ETH/SIA + Kurt Odermatt, dipl. Architekt ETH/SIA


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