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Frauen, Zunft und Männerwelt - 250 Jahre Zunfthaus zur Meisen: 29.8.-25.11.08

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Plakat zur Ausstellung

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Plakat zur Ausstellung

Eine Ausstellung auf Initiative der Zunft zur Meisen in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kultur der Stadt Zürich und dem Schweizerischen Landesmuseum Zürich

Die Ausstellung wurde in der Zunft zur Meisen und im Stadthaus präsentiert.

Zunfthaus zur Meisen
Zunfthaus - Zentrum des gesellschaftlichen Lebens
Münsterhof 20, 8001 Zürich
www.landesmuseum.ch

Stadthaus Zürich Ausstellung
Zünftischer Alltag - Zürich, Modellfall einer Zunftstadt
Stadthausquai 17, 8001 Zürich
www.stadt-zuerich.ch/ausstellung


Der Anlass. Zwei Steinmetz-Witwen sorgten 1752 für einigen Wirbel in der Stadt Zürich. Sie reichten beim Neubau des Zunfthauses zur Meisen eine günstigere Offerte ein als ihre männlichen Kollegen und erhielten prompt den Auftrag zum Bau des 1757 fertig gestellten Hauses. Die Episode gab den Anstoss, nicht nur die Geschichte der Zünfte, sondern auch die Lebensumstände der damaligen Frauen zum Thema einer Ausstellung zu machen, die anlässlich des 250-jährigen Bestehens des Zunfthauses zur Meisen stattfindet.

Mehr Zünfterinnen als Zünfter. Zürich präsentierte sich im 18. Jahrhundert als Modellfall einer Zunftstadt. Die gesamte Bürgerschaft – Frauen und Männer – waren in die Constaffel und zwölf Zünfte eingeteilt. Dazu kam, dass in Zürich ein Fünftel mehr Frauen als Männer lebte. Der Alltag der Frauen innerhalb der Zünfte steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Stadthaus Zürich. Eveline Hasler – Verfasserin zahlreicher historischer Romane – hat sich in die Schicksale der Zünfterinnen versetzt und diese in kurzen Hörspielen zu neuem Leben erweckt. Wie haben sich wohl die Frauen gefühlt, als ihnen die Posamenter in Selbstjustiz die Webstühle kurz und klein schlugen? Die Filmerinnen Trix Angst und Michèle Sauvain sind den Spuren einiger Zünfterinnen nachgegangen.

Männerwelten. Der grösste Teil des gesellschaftlichen Lebens von Zürich spielte sich in den Zunfthäusern ab. Es wurden Allianzen geschmiedet, Geschäfte besprochen oder man traf sich einfach zu einem Schlummertrunk. Der Ausstellungsteil im Zunfthaus zur Meisen widmet sich ganz der Bedeutung der zünftischen Trinkstuben. Vom armen Sattler bis zum wohlhabenden Kleinrat – alle Bürger verkehrten hier. Dabei drehte sich vieles ums Essen und Trinken. Frauen waren davon zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen, aber sie verkehrten im Laufe der Zeit immer weniger in den Zunfthäusern. Die Lebenswelten von Mann und Frau bewegten sich mehr und mehr auseinander.


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