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Sonderausstellung

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FASZINATION INDIANER.
Vorstellungen, Darstellungen – ein Streifzug durch die Jahrhunderte

22.03. – 30.10.2012



Das NONAM nimmt den hundertsten Todestag des Erfolgschriftstellers Karl May zum Anlass, sich in einer Sonderausstellung den Indianern unserer Fantasie zu widmen. Bereits seit 500 Jahren träumen wir Europäerinnen und Europäer von ihnen, und je nach Epoche modellieren wir dabei ihr Bild nach unseren Wünschen: mal wild, heidnisch, grausam und kriegerisch, mal friedliebend, edel, schön und ökologisch. Gerne auch mit einem Schuss Stammeskrieg und Bedrohung durch die europäische Zivilisation.

Auch wenn unsere Vorstellungen über die Ureinwohner Nordamerikas nicht der Realität entsprechen, sie sind längst Teil der europäischen Kultur geworden: Wo lebt Winnetou, wenn nicht in unseren Köpfen?
Neben einer Chronologie, die den Wandel des europäischen Indianerbilds von seinen Ursprüngen zur Zeit der Entdeckungsfahrten bis ins Heute präsentiert, erwartet den Besucher ein fulminantes Sammelsurium an «Indianer-Objekten» der westlichen Konsumindustrie. Zwei Schweizer Privatsammler haben die Objekte über Jahrzehnte zusammengetragen und präsentieren ihre Fundstücke erstmals einer grösseren Öffentlichkeit. Spielzeug, Comic, Film, Zirkus und Theater, Esoterik, Politik, Werbung, Kunst und Souvenir – überall hinterlassen die Fantasie-Indianer auf ganz unindianische Weise ihre Spuren.


Publikation zur Ausstellung: Faszination Indianer. Vorstellungen, Darstellungen – ein Streifzug durch die Jahrhunderte. Texte von Peter Schneider, Florian Gredig, Peter Kuhn und Steve Loft. Optional mit englischem Begleitheft. NONAM, Zürich 2012. 86 Seiten, farbig, reich bebildert, CHF 25.-


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