Navigationspfad
Zum Seitenanfang
Biographien KomponistInnen
Georges Aperghis
Georges Aperghis
1945 in Athen geboren.
1963 liess er sich in Paris nieder, wo er als freischaffender Komponist lebt und vokale und instrumentale Werke, Musiktheater und Opern komponiert. 1976 gründete er den Musiktheater-Workshop „Atelier Théâtre et Musique“ (ATEM). Diese Einrichtung veränderte seine kompositorischen Aktivitäten völlig, weil er nun auf Musiker und Schauspieler zurückgreifen konnte. Seine Werke sind vom Alltäglichen inspiriert, soziale Ereignisse werden in eine Welt voller Poesie transformiert, mitunter auch ins Absurde und Satirische gewendet: Récitations (1978), Jojo (1990), Sextuor (1993) und Commentaires (1996). Zwei seiner Werke, die 2000 entstanden, wurden in ganz Europa mit grossem Erfolg aufgeführt: das Oratorium „Hamletmaschine“ auf einen Text Heiner Müllers und das Bühnenstück „Machinations“, ein Auftragswerk des IRCAM, für das er den grossen Preis des französischen Komponistenverbandes erhielt. Ausserdem komponierte er Dark Side für das Ensemble Intercontemporain und Marianne Pousseur nach der „Orestie“ des Aischylos sowie die Oper „Avis de tempête“, die im November 2004 am Opernhaus in Lille herauskam und für die er den Kritikerpreis der Saison 2004/05 erhielt.

