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Tempo 30

Sicherheit und Ruhe

In der Stadt Zürich gibt es rund 130 Tempo-30-Zonen.

Tempo 30 ist ein wichtiger Bestandteil zur Verbesserung der Lebensqualität. Zudem bringt Tempo 30 mehr Ruhe und mehr Sicherheit. Die Zürcher Erfolgsgeschichte «Tempo 30» nahm im Mai 1991 ihren Anfang. Schon zwei Jahre nachdem der Bund die Einrichtung von Tempo-30-Zonen ermöglicht hatte, begann Zürich mit den entsprechenden Umsetzungsarbeiten. In den folgenden Jahren wurden weitere 39 Tempo-30-Zonen eingerichtet - meist mittels kostenintensiven baulichen Massnahmen. Der Ruf aus der Bevölkerung nach einer flächendeckenden und raschen Einführung von Tempo 30 wurde immer lauter.
Diesem Bedürfnis wollte die Stadt Zürich entsprechen, dabei aber auch der angespannten Finanzlage Rechnung tragen. Sie entschloss sich daher Ende der Neunzigerjahre, bei der Einführung weiterer Tempo-30-Zonen weniger auf bauliche und mehr auf signalisationstechnische Massnahmen zu setzen. Das Fahrverhalten der Automobilisten sollte also mittels Markierungen im Strassenraum beeinflusst werden. Mit dieser neuen Strategie führte die Stadt Zürich bis ins Jahr 2002 weitere 89 Tempo-30-Zonen ein.

Bei den dabei angewandten Markierungen konnte nicht auf die eidgenössische Signalisationsverordnung abgestützt werden, da diese zu jener Zeit in Überarbeitung war und keine Vorgaben für Tempo-30-Zonen existierten. Die Stadt Zürich hat wie keine andere Schweizer Stadt Pionierarbeit bei der Einführung von Tempo 30 geleistet - mangels verbindlicher Vorgaben des Bundes auch hinsichtlich der dabei angewandten Markierungen. Heute liegen bundesweite Markierungsrichtlinien vor. Die Stadt Zürich passt nun ihre Markierungen entsprechend an.

Weniger Unfälle dank Pionierarbeit

Andere Städte und der Bund haben von den Erfahrungen der Stadt Zürich in Sachen Tempo 30 profitiert. Die geleistete Pionierarbeit hat sich aber noch in anderer und bedeutend wichtigerer Hinsicht gelohnt. Die Einführung von Tempo-30-Zonen hat nachweislich zu einer Reduktion der Unfallzahlen und der Anzahl Verletzten in Zürichs Quartieren geführt.

Beginn Tempo-30-Zone

Die Einfahrten zu den Tempo-30-Zonen sind mit dem Signal «Tempo 30» signalisiert.

Rechtsvortritt

Wer von rechts kommt, hat in Tempo-30-Zonen Vortritt. Vortrittsregelnde Signale fallen weg. Die Markierungen entsprechen der Norm SN 640851 Abschnitt D "Hinweis auf den gesetzlichen Rechtsvortritt".

Fussgängerstreifen

In Tempo-30-Zonen gibt es in der Regel keine Fussgängerstreifen. Fussgängerinnen und Fussgänger können die Strasse an einer beliebigen Stelle überqueren. Ausnahmsweise können Fussgängerstreifen jedoch bei Spitälern, Kindergärten, Schulen, Alters- und Pflegeheimen weiterhin markiert sein.


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