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Die imaginäre «Wägeli»-Miete
Nach einem Jahr Aufenthalt in Zürich fand ich erstmals Zeit, meine Frau zum Einkaufen zu begleiten (Asche auf mein Haupt!). Nachdem wir an der Kasse bezahlt hatten und meine Arme mit Papiertüten und Kind belegt waren, bat ich meine Frau, den Einkaufswagen zurückzubringen.
Sie schaute mich verblüfft an und sagte, ganz Amerikanerin: «Aber Schatz, wieso soll ich den zurückbringen? Schliesslich haben wir zwei Franken dafür bezahlt, damit jemand hier das macht.» Da realisierte ich, dass sie nun ein Jahr lang dreimal zwei Franken pro Woche, also insgesamt 300 Franken, für die imaginäre Miete ausgegeben hatte.
Nicht, dass ich den folgenden «Wägeli»-Benutzern die Freude nicht gönne: Aber die 300 Franken hätte ich lieber in ein grosses Schild investiert, auf dem steht, dass man die zwei Franken wieder zurückbekommt.

