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Ein wichtiger Eckpfeiler neben unserer Informations- und Publikationstätigkeit stellen Projektarbeiten dar. Die wichtigsten sind nachfolgend aufgeführt.


Bevölkerungsprognose Stadt Zürich

Wie entwickelt sich die Bevölkerungszahl der Stadt Zürich? Auf diese Frage versucht Statistik Stadt Zürich mit dem Projekt «Bevölkerungsprognose Stadt Zürich» eine Antwort zu finden. Besonderen Wert wurde dabei auf die quartierspezifische Vorhersage der Bevölkerungszahl gelegt. Denn erst diese Detailprognosen, differenziert nach dem Alter oder der Herkunft, machen die Prognose für planerische Zwecke wertvoll.

Da das Bevölkerungswachstum in der Stadt Zürich primär durch die Neubautätigkeit bestimmt ist, wird diesem Aspekt ebenfalls besondere Beachtung geschenkt. Informationen über die Planung und Realisierung von Neubauprojekten fliessen direkt in die Prognose ein und ermöglichen so die Vorhersage von rasanten Entwicklungen in boomenden Quartieren.

Das Prognosemodell entstand aus einer Zusammenarbeit mit den Spezialisten für Raumentwicklung der Fahrländer Partner AG. Die Prognose wird ab 2010 jährlich berechnet und im Jahresbericht «Bevölkerungsprognose Stadt Zürich» publiziert. Die Methodik ist im separaten Methodenbericht ausführlich beschrieben und dokumentiert. 
Ansprechperson für weitere Informationen zu diesem Projekt ist Thomas Glauser


Mietpreis-Strukturerhebung

Die Mietpreis-Strukturerhebung ist eine gross angelegte Stichprobenerhebung. Neben den Mietpreisen werden zahlreiche weitere Merkmale erhoben, welche die Wohnung charakterisieren und den Mietpreis erklären. Die Erhebung wurde traditionell zwischen den Volkszählungen durchgeführt und fand letztmals 2006 statt.

Zweck der Erhebung ist es, das Mietpreisniveau der verschiedenen Wohnungstypen in den Stadtquartieren und Stadtkreisen zu bestimmen. Dazu ist eine umfangreiche Stichprobe notwendig. 2006 betrug die Nettostichprobe 26‘163 Wohnungen und deckte damit 12,8 Prozent des Wohnungsbestandes der Stadt Zürich ab. Die Resultate der Erhebung wurden in der Analyse 1/2008 «Mietpreise Stadt Zürich» publiziert.

Da 2010 im Rahmen der Volkszählung Mietpreise erhoben werden, wird die nächste Mietpreis-Strukturerhebung voraussichtlich frühestens 2012 stattfinden. Ansprechperson für weitere Informationen zu diesem Projekt ist Thomas Glauser


Mietpreismodell Stadt Zürich

Das Mietpreismodell der Stadt Zürich erklärt den Zusammenhang zwischen den Wohnungsmerkmalen und dem Mietpreis. Sind Genossenschaftswohnungen wirklich günstiger? Welchen Einfluss hat der Ausbaustandard? Wie viel kostet ein zusätzlicher Quadratmeter Wohnfläche? Wie wirkt sich die ortsspezifische Wohnlage auf den Mietpreis aus? Fragen wie diese werden basierend auf den umfassenden Daten der Mietpreis-Strukturerhebung 2006 quantitativ analysiert und mit dem Mietpreismodell beantwortet.

Aufbauend auf dem Mietpreismodell konnte eine Masszahl dafür berechnet werden, wie viel die Mieterinnen und Mieter für eine spezifische Wohnlage bereit sind zu bezahlen. Kartografisch dargestellt ergibt dieses Mass eine sehr differenzierte Landkarte der Wohnqualität in der Stadt Zürich.

Die Resultate der Untersuchung wurden in der Analyse 2/2009 «Was Wohnqualität in Zürich kostet» publiziert. Ansprechperson für weitere Informationen zu diesem Projekt ist Thomas Glauser


Wirtschaftliche Kennzahlen für die Stadt Zürich (Regionales BIP)

Für die Stadt Zürich stehen Kennzahlen zur Wirtschaft wie Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Tourismus usw. quartalsweise zur Verfügung. Sie können einen Teil der wirtschaftlichen Realität der Stadt Zürich abbilden. Von Interesse sind aber auch volkswirtschaftliche Kennzahlen über Wachstum und Produktion auf regionaler Ebene. Das Projekt Regionale Wirtschaftsstatistik «RWS» hat die Erweiterung der kleinräumigen Wirtschafts- und Strukturanalysen zum Ziel. Mit der Erarbeitung von neuen Methoden soll die Beschreibung der Wirtschaftskraft der Stadt Zürich anhand von zusätzlichen Indikatoren wie z.B. BIP, Wertschöpfung, Volkseinkommen usw. ausgebaut werden. Mit der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF ETH) sowie dem Bundesamt für Statistik BFS wurde eine Partnerschaft gebildet, um die inhaltlichen und methodischen Ansprüche zu evaluieren.
Der Fokus liegt dabei nicht auf dem Ausbau von neuen Statistiken, sondern vielmehr auf der Ableitung von Indikatoren aus vorhandenen Datenbasen. Das Projekt strebt den Ausbau folgender Indikatoren an:

  • Wirtschaftskraft (Produktivität, Wertschöpfung, usw.)
  • Konjunkturelle Indikatoren auf Stadt- bzw. Agglomerationsebene
  • Produktionswert und Wertschöpfung nach Branchen/Branchengruppen
  • Lohnstrukturen nach Branchen

Die neu gewonnenen Erkenntnisse unterstützen die Erhaltung der Standortattraktivität, da diese gezielte Massnahmen ermöglichen, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu gewährleisten.
Das Projekt wird auch der zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtung mit dem Umland gerecht, da für die Erarbeitung von Lösungen und Strategien der Einbezug der Agglomerationsgemeinden für die statistische Beobachtung umgesetzt wird.
Ansprechperson für weitere Informationen zu diesem Projekt ist Michael Böniger


Europäischer Städtevergleich – Urban Audit

Beim Urban Audit handelt es sich um ein 1998 von der EU lanciertes Projekt mit dem Ziel, die Lebensqualität in den europäischen Städten zu messen und die erzielten Fortschritte zu evaluieren. Die thematische Abdeckung umfasst Bevölkerung und Haushalte, soziale und wirtschaftliche Aspekte, Bildung und Erziehung, Kultur, Umwelt, Mobilität und Verkehr. Die Indikatoren sind für die räumlichen Einheiten Stadtquartier, Gesamtstadt und Agglomeration verfügbar. Rund 300 Städte in 27 Ländern sind beteiligt, seit 2007 im Rahmen eines Pilotprojektes auch die Schweiz mit den Städten Bern, Lausanne, Genf und Zürich. Ab 2009 werden sich sechs weitere Schweizer Städte am Urban Audit beteiligen. Ansprechperson für weitere Informationen zu diesem Projekt sind Joseph Troxler und Mauro Baster


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