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Medienmitteilungen
Präsidialdepartement
7. August 2012
Rückgang der Teuerung infolge Ausverkaufs
Zürcher Index der Konsumentenpreise im Juli 2012
Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im Juli 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gesunken und hat den Stand von 99,0 Punkten erreicht (Basis Dezember 2010 = 100). Verantwortlich für den Rückgang waren vor allem tiefere Preise infolge Ausverkaufs für Kleider und Schuhe sowie für Möbel und Einrichtungszubehör. Innert Jahresfrist sanken die Preise um 0,5 Prozent.In der Hauptgruppe
Bekleidung und Schuhe sank das Preisniveau
gegenüber dem Vormonat infolge Ausverkaufs um 9,0 Prozent.
Günstiger wurden nicht nur Kleider und Schuhe, sondern auch
Bekleidungszubehör wie beispielsweise Gürtel, Foulards oder
Krawatten. Mehr bezahlen musste man in diesem Ausgabenbereich
lediglich für Kleiderstoffe.
Im Bereich
Hausrat und laufende Haushaltsführung sank der
Index gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent – ebenfalls vor allem
wegen des Ausverkaufs. Günstiger wurden Schlaf- und
Wohnzimmermöbel, Einrichtungszubehör wie Lampen und Sonnenschirme,
kleine elektrische Haushaltsgeräte wie Nähmaschinen sowie Wasch-
und Reinigungsmittel. Teurer hingegen wurden Besteck und grosse
elektrische Haushaltsgeräte wie Elektroherde, Geschirrspüler oder
Wäschetrockner.
Der Index der Hauptgruppe
Verkehr sank im Vergleich zum Vormonat um 0,4
Prozent. Verantwortlich dafür waren tiefere Preise für Benzin und
Diesel (–1,7 % bzw. –1,0 %; Stichtage: 2. und 16. Juli) sowie für
Neu- und Gebrauchtwagen. Mehr bezahlen musste man dagegen für
Linienflüge.
In der Hauptgruppe
Restaurants und Hotels sank das Preisniveau
gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Grund dafür waren tiefere
Preise für Hotelübernachtungen sowie für alkoholische Getränke in
Restaurants und Cafés.
Günstigere Preise für Medikamente und für medizinische Apparate
wie Rollatoren oder Gehstöcke hatten in der Hauptgruppe
Gesundheitspflege einen Indexrückgang gegenüber
dem Vormonat um 0,1 Prozent zur Folge. In diesem Ausgabenbereich
zogen lediglich die Tarife für zahnärztliche Leistungen etwas an.
Im Bereich
Nachrichtenübermittlung sank das Preisniveau im
Vergleich zum Vormonat ebenfalls um 0,1 Prozent: Günstiger wurden
Handys, und auch die Tarife für den Gebrauch dieser Geräte gaben
etwas nach.
In der Hauptgruppe
Alkoholische Getränke und Tabak sank das
Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Grund dafür
waren tiefere Preise für ausländischen Rotwein sowie für Likör und
Apéro-Getränke. Mehr bezahlen musste man hingegen für Schaumwein.
Die Preise für Tabakwaren wurden in diesem Berichtsmonat nicht
erhoben.
Im Bereich
Wohnen und Energie stieg das Preisniveau im
Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent. Hauptverantwortlich dafür
waren höhere Gastarife. Die Preise für Heizöl stiegen ebenfalls
(+0,8 %; Stichtage: 2. und 16. Juli).
Höhere Tarife für die Spitex-Haushaltshilfe führten im
Bereich
Sonstige Waren und Dienstleistungen zu einem
Indexanstieg gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Teurer wurden
in diesem Ausgabenbereich zudem Haut- und Schönheitspflegemittel,
Seifen und Badezusätze sowie Körperpflegegeräte wie Rasierapparate.
Etwas weniger bezahlen musste man hingegen für Haar- und
Zahnpflegemittel.
In der Hauptgruppe
Freizeit und Kultur stiegen die Preise gegenüber
dem Vormonat um durchschnittlich 0,1 Prozent. Grund dafür waren vor
allem teurere Pauschalreisen und gebundene Bücher. Günstiger
hingegen wurden dank Ausverkaufsangeboten Sommer- und
Ganzjahressportartikel sowie Audio-Video-Geräte und Computer.
Das Preisniveau des Bereichs
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke blieb
gegenüber dem Vormonat infolge gegenläufiger Preisbewegungen
insgesamt stabil. Teurer wurden beispielsweise Knollensellerie,
Auberginen, Tomaten, Zitronen und Orangen, Kartoffeln, Halbhart-
und Hartkäse sowie Schokolade. Weniger bezahlen musste man dagegen
für Pfirsiche und Pflaumen, Wurstwaren wie Bratwürste, Eisberg- und
Kopfsalat sowie für Fruchtsäfte. Teils waren diese Preisänderungen
saisonal bedingt, teils kamen sie aufgrund von Aktionen zustande.
In der Hauptgruppe
Erziehung und Unterricht wurden im Berichtsmonat
keine Preise erhoben.
Entwicklung der Inland- und Importgüter
Das Preisniveau der Inlandgüter blieb im Juli 2012 gegenüber dem
Vormonat praktisch stabil, jenes der Importgüter hingegen sank um
1,4 Prozent – insbesondere wegen der günstigeren Kleider und
Schuhe.
Innert Jahresfrist stiegen die Preise für einheimische Güter
um durchschnittlich 0,3 Prozent. Die Preise für Importgüter
hingegen sanken im gleichen Zeitraum um 2,6 Prozent. Vor allem bei
Kleidern, Autos und Geräten der Unterhaltungs- und
Gebrauchselektronik hatte der starke Franken im Vergleich zum
Vorjahresmonat deutlich tiefere Preise zur Folge.
Die zugehörige Tabelle und ein Diagramm Sie in der Medienmitteilung, die weiter unten zum Herunterladen bereitsteht.
Thema: Wirtschaft
Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich

