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Antworten auf häufige Fragen
Wie und wo kann ich mich für die Einzelberatung anmelden?
Du kannst dich entweder im Berufsinformationszentrum BIZ oder telefonisch (044 278 42 00) für die Einzelberatung anmelden. Falls du noch zur Schule gehst, kannst du auch direkt mit deiner/deinem zuständigen Berufsberater/in im Schulhaus einen Beratungstermin vereinbaren. Deine Eltern erhalten nach der Elternorientierung zur Berufswahl, die in der 2. Oberstufe stattfindet, einen Brief mit einem Anmeldeformular. So kannst du dich ab November der 2. Oberstufe für eine Einzelberatung anmelden, sobald Fragen rund um die Berufswahl auftauchen. Anmeldung
Kann ich meine Eltern in die Einzelberatung mitnehmen?
Deine Eltern sind herzlich willkommen, dich in die Beratung zu begleiten. So sind sie informiert, was bei dir in der Berufswahl läuft und ihre Anliegen und Vorstellungen werden in die Beratung einbezogen.
Machen wir auch Tests in der Beratung?
Je nach Fragestellung kann es sinnvoll sein, einen oder mehrere Tests zu machen. Diese Tests können dir deine beruflichen Neigungen und Interessen aufzeigen oder sie geben Auskunft über deine Leistungsfähigkeit in verschiedenen Bereichen wie räumliches Vorstellungsvermögen oder Merkfähigkeit. Es gibt Tests, die du zu Hause ausfüllen kannst, und solche, die bei uns im Laufbahnzentrum durchgeführt werden. Nähere Informationen erhältst du in der Beratung.
Wie viele Schnupperlehren soll ich in der 2. Oberstufe machen?
Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Auf jeden Fall solltest du in diesen Berufen, in denen du in der 3. Oberstufe eine Lehrstelle suchst, eine Schnupperlehre gemacht haben. Nur so kannst du sicher sein, dass dir der gewählte Beruf auch wirklich gefällt. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, in demselben Beruf zwei Schnupperlehren zu machen, zum Beispiel in einem Grossbetrieb und in einem kleinen, familiären Betrieb.
Wichtig ist, dass du dich vor der Schnupperlehre ausführlich über den Beruf informiert hast. Am Ende der Schnupperlehre kannst du das Beurteilungsblatt für den Lehrbetrieb ausfüllen lassen. So hast du vom Lehrbetrieb eine Rückmeldung zu deiner Eignung und kannst das Beurteilungsblatt bei der Lehrstellensuche zu deinen Bewerbungsunterlagen beilegen.
Muss ich mich für die Schnupperlehre schriftlich bewerben?
Es gibt Firmen, die auch für eine Schnupperlehre eine schriftliche Bewerbung verlangen. Um dies herauszufinden, rufst du am besten zuerst beim gewünschten Betrieb an und fragst direkt nach, wie du vorgehen sollst. Vielleicht erhältst du beim Telefon gleich ein Datum für die Schnupperlehre oder vielleicht musst du eine vollständige Bewerbung schicken.
Was ist der Unterschied zwischen einer Lehre EFZ und einer Lehre EBA
Sowohl die Grundausbildung EFZ (eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) als auch die Grundausbildung EBA (eidgenössisches Berufsattest) sind berufliche Grundbildungen und führen zu einem anerkannten eidgenössischen Abschluss. Während die Grundausbildung EFZ 3-4 Jahre dauert, führt eine Grundausbildung EBA schon nach 2 Jahren zum Abschluss. Die Grundausbildung EBA ist vor allem für praktisch begabte Schülerinnen und Schüler geeignet. Bei guten Leistungen kann der Lehrabschluss EFZ mit 1 Jahr Verkürzung angehängt werden.
Wann soll ich mit Bewerben anfangen?
Ab 1. September in der 3. Oberstufe beginnt die Lehrstellensuche. Dann werden im Lehrstellennachweis für den Kanton Zürich die gemeldeten offenen Lehrstellen ausgeschrieben. Beginne frühzeitig im September mit der Lehrstellensuche und melde dich sobald wie möglich für die nötigen Eignungstests an. Die meisten Lehrverträge werden über die Wintermonate unterzeichnet. Es hat aber auch im Frühjahr und Sommer offene Lehrstellen – es lohnt sich also, während der gesamten 3. Oberstufe eine Lehrstelle zu suchen!
Muss ich für alle Berufe einen Eignungstest machen?
Nein! Nur bei manchen Firmen und Betrieben sind Eignungstests Bestandteil ihres Auswahlverfahrens für zukünftige Lernende. Diese Eignungstests (=Checks) zielen in der Regel darauf ab, schulische Leistungen zu bewerten, und versuchen zu erfassen, ob du den (theoretischen) Anforderungen des Berufes gewachsen bist.
Die zwei häufigsten Checks sind der Multicheck und der Basic-Check. Es gibt aber auch Eignungstests von den Lehrbetrieben selbst oder von den Berufsverbänden.
Über den Lehrstellennachweis (www.berufsberatung.ch/lena) erfährst du in der Regel, ob einer dieser Checks verlangt wird. Wenn ja, meldest du dich selber über das Internet für den entsprechenden Check an. Du kannst dich aber auch direkt bei der Lehrfirma erkundigen, ob ein Check verlangt wird.
Ab wann soll ich mich für diese Eignungstests anmelden?
Die meisten Checks bauen auf dem Schulstoff der 2. Oberstufe auf. So solltest du dich also frühestens in den Sommerferien zwischen der 2. und 3. Oberstufe anmelden, damit du den gesamten Schulstoff der 2. Oberstufe abschliessen konntest.
Kann ich mich auf den Eignungstest vorbereiten?
Du kannst für die Checks nicht 1:1 üben wie für eine Prüfung in der Schule. Auf den Homepages der einzelnen Eignungstests sind jedoch Übungsbeispiele aufgeschaltet. Es lohnt sich, diese genau durchzugehen. So erfährst du, in welcher Form die Aufgaben gestellt werden und wie der Ablauf dieses Checks aussieht.
Zusätzlich kannst du auf folgender Seite verschiedene Tests üben: www.sixpack-comic.ch/testncheck
Was ist ein Motivationsschreiben?
Das Motivationsschreiben ist eine Ergänzung zum Bewerbungsbrief in Aufsatzform. So hast du die Möglichkeit, ausführlicher und detaillierter über dich und deine Beweggründe für die Lehrstellenbewerbung zu berichten. Es wird am Computer geschrieben und sollte maximal eine A4-Seite lang sein.
Kann ich in der Berufsberatung meine Bewerbungsunterlagen zeigen und besprechen?
Ja, du kannst auf jeden Fall mit deinem Berufsberater / deiner Berufsberaterin dein Bewerbungsdossier besprechen. Auch Vorstellungsgespräche üben und das Vorgehen bei der Lehrstellensuche besprechen können Teil der Beratung sein und verbessern deine Chancen auf eine Lehrstelle. Falls du eine intensivere Begleitung während der Lehrstellensuche wünschst und brauchen solltest, kann dein Berufsberater / deine Berufsberaterin dich bei einem Lehrstellencoach des Laufbahnzentrums anmelden.
Zudem kannst du jeweils am Mittwoch, 13.30-16.00 Uhr deine Bewerbungsunterlagen im BIZ beurteilen lassen. Fachpersonen geben dir wertvolle Tipps und machen konkrete Verbesserungsvorschläge. Siehe Lehrstellencoaching.
Habe ich bessere Chancen auf die Lehrstelle, wenn ich den Bewerbungsbrief von Hand schreibe?
Standard ist heute ein am Computer geschriebener Bewerbungsbrief. Nur wenn es ausdrücklich verlangt wird, musst du eine handgeschriebene Bewerbung beilegen. Dann ist es besonders wichtig, dass du schön und gut lesbar schreibst. Falls du vorgängig beim Betrieb anrufst, um zu fragen, ob die Lehrstelle noch frei ist, kannst du gleich auch nachfragen, wie die Bewerbung gewünscht wird. Der Bewerbungsbrief ist der erste persönliche Eindruck von dir und deshalb sehr wichtig. Passe also jeden Brief dem Beruf und der Firma an.
Soll ich eine Lehrstelle suchen, wenn ich in der 3. Oberstufe eine Mittelschulprüfung machen möchte?
Für die Beantwortung dieser Frage gibt es kein Patentrezept. Letztlich musst du selber herausfinden, welches Vorgehen für dich am besten ist. Wenn du eine leistungsfähige Schülerin / ein leistungsfähiger Schüler bist und gute Chancen hast, die Aufnahmeprüfung zu bestehen, kann es richtig sein, sich voll auf die Aufnahmeprüfung zu konzentrieren und parallel dazu keine Lehrstelle zu suchen. Wenn hingegen eher unsicher ist, ob du den Sprung an die Mittelschule schaffst, lohnt es sich, ab September der 3. Oberstufe eine Lehrstelle zu suchen und nicht zuzuwarten, bis du das Resultat der Aufnahmeprüfung im März/April erhältst.
Wirst du in einem Vorstellungsgespräch für eine Lehrstelle direkt auf die Mittelschulprüfung angesprochen, solltest du ehrlich sein und mitteilen, dass du an die Aufnahmeprüfung gehst. In jedem Fall empfiehlt es sich, mit deinem Lehrer / deiner Lehrerin oder deinem Berufsberater / deiner Berufsberaterin das individuelle Vorgehen genau zu besprechen.
Soll ich mich für das 10. Schuljahr (neu: Berufsvorbereitungsjahr BVJ) anmelden, wenn ich an eine Mittelschulprüfung in der 3. Oberstufe gehe und keinen Lehrvertrag habe?
In jedem Fall lohnt es sich, wenn du dir schon vor der Aufnahmeprüfung Gedanken machst, welchen Weg du einschlagen möchtest, falls es nicht klappen sollte mit der Aufnahmeprüfung. Das Berufsvorbereitungsjahr kann eine sinnvolle Überbrückung sein, falls du nicht an die Mittelschule aufgenommen wirst. Vielleicht ist aber auch eine andere Zwischenlösung wie ein Welschlandjahr oder ein Praktikum die optimale Lösung für dich. Oder es kann sich sogar noch lohnen, nach der Aufnahmeprüfung eine Lehrstelle zu suchen – vorausgesetzt, du bist dir sicher, auf welche/n Beruf/e du dich bewerben möchtest, und hast diesen Berufswunsch bereits mit einer Schnupperlehre festigen können.
Um sicher zu sein, dass du die richtige Zwischenlösung findest, lohnt es sich, im Frühling der 3. Oberstufe einen Termin mit deinem Berufsberater / deiner Berufsberaterin zu vereinbaren.
Ich habe schon fast 50 Bewerbungen geschrieben und bislang nur Absagen erhalten. Was mache ich falsch?
Absagen gehören leider zum Bewerben, damit muss (fast) jede/r rechnen. Lass dich davon nicht entmutigen und bleibe dran!
Es lohnt sich jedoch, beim Betrieb nachzufragen, warum du eine Absage erhalten hast. Denn: Für Absagen gibt es viele verschiedene Gründe. Vielleicht hat der Betrieb einfach sehr viele gute Bewerbungen erhalten und muss jetzt auch geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern eine Absage erteilen.
Es gibt aber auch Gründe, die du „mitbeeinflussen“ kannst: Sind deine Bewerbungsunterlagen vollständig und übersichtlich gestaltet? Sind deine Noten genügend für den gewünschten Beruf? Hast du in der Schnupperlehre Interesse und Motivation gezeigt?
Wenn sich die Absagen häufen, ist es angezeigt, mit deinem Berufsberater / deiner Berufsberaterin den genauen Gründen für die Absagen nachzugehen und das weitere Vorgehen bei der Lehrstellensuche genau zu besprechen.
Was kann ich machen, wenn ich keine Lehrstelle gefunden habe, aber kein 10. Schuljahr (neu: Berufsvorbereitungsjahr BVJ) besuchen möchte?
Prüfe zuerst, ob dir wirklich kein Angebot des Berufsvorbereitungsjahres zusagt. Denn es gibt eine breite Palette an Klassen mit verschiedenen Schwerpunkten: Einige Angebote legen den Fokus auf die Allgemeinbildung, bei anderen steht die praktische Arbeit im Vordergrund. Ein Teil ist sogar direkt mit einem Berufspraktikum verbunden.
Dennoch kann ein anderes Brückenangebot geeigneter sein für dich. In jedem Fall sollte das Zwischenjahr einen Bezug haben zu deinem Berufswunsch. So kann auch zum Beispiel ein Welschlandjahr, ein Praktikum oder ein Motivationssemester die richtige Lösung für dich sein.
Um einen Überblick zu den vielen Angeboten zu erhalten und das richtige zu wählen, gehst du am besten ins BIZ oder meldest dich für die Beratung an.
Was kann ich tun, wenn ich Probleme in der Grundbildung habe?
Besprechen Sie sich mit Personen, denen Sie vertrauen. Von amtlicher Seite ist im kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamt MBA ein/e Berufsinspektor/in für Ihre Berufsgruppe zuständig: Sie kennt Ihren Lehrvertrag mit dem Ausbildungsbetrieb und ist zuständig für die Ausbildungsbewilligung. Sie kann vermitteln, Sie unterstützen oder an andere Stellen verweisen, die Ihnen behilflich sein können.
Solche Stellen können die Laufbahnberatung, die Jugendberatung u.a. sein. Sie können sich bei diesen auch selber melden.
Was soll ich tun, wenn ich den Lehrvertrag auflösen will?
Besprechen Sie sich mit Personen, denen Sie vertrauen. Für eine definitive Auflösung des Lehrvertrags müssen schwere Verfehlungen vorliegen (Beispiele: Diebstahl, dauernde unentschuldigte Absenzen, sexuelle Belästigung, Ausnützung durch Arbeitgeber, Arbeitgeberin, ungenügende Ausbildung, ungenügende Eignung). Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt muss die Gründe prüfen und die Auflösung des Vertrags bewilligen (MBA/Berufsbildung, zuständiger Controller
Nach einer Vertragsauflösung kann Ihnen ein Berufsbildungscontroller bei der Suche nach einer neuen Lehrstelle behilflich sein bzw. die Laufbahnberatung kann mit Ihnen die nächsten Schritte planen.
Ich mache eine Grundbildung ohne Berufsmaturität (BM). Kann ich eine BM noch nachholen?
Ja, das ist die Berufsmaturität II. Es gibt sie, wie die BM während der Grundbildung, in allen sechs BM-Profilen. Als Vollzeitschule dauert sie ein Jahr, als berufsbegleitende Schule 1 ½ -2 Jahre, daneben kann zu 50 – 60 % gearbeitet werden (Bsp. KV). Alle Berufsmaturitätsschulen führen Infoveranstaltungen durch, Unterlagen finden Sie im Berufsinformationszentrum BIZ.
Wie geht es nach dem Abschluss der Grundbildung weiter?
Es stehen viele Wege offen, und es ist sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen und die Zeit nach der Grundbildung zu planen. Einige Möglichkeiten:
Auf dem gelernten Beruf arbeiten: Im Ausbildungsbetrieb, in neuer Firma, in neuer Landes- und/oder Sprachgegend.
Ins Ausland gehen: Im gelernten Beruf arbeiten, einen Einsatz auf einem andern Gebiet machen, Sprachen lernen, reisen.
Weitere Ausbildungsschritte planen: Weiterbildung in meinem gelernten Beruf / Berufsfeld, Berufsmatur, gymnasiale Matur, eine neue Grundbildung, eine neue Ausbildung auf höherer Stufe, Führungsverantwortung, eigenes Geschäft.
Mal etwas anderes tun: In neuem Berufsgebiet jobben, einen Sozialeinsatz leisten, Militärdienst absolvieren, reisen, Sprachen lernen, Teilzeit oder temporär arbeiten.
Neben der beruflichen Tätigkeit etwas anderes oder etwas Neues tun: Kurse besuchen, ein Hobby pflegen, Freizeit neu gestalten
Eine Laufbahnplanung vornehmen: Wenn es viele Optionen gibt, wenn Sie unsicher sind, wenn Sie Mühe haben, sich zu entscheiden, dann kann eine Laufbahnberatung sinnvoll sein.
Für alle Fragen «Wie weiter nach der Grundbildung?» hat das Laufbahnzentrum eine Reihe von Angeboten entwickelt:
Informationen im Berufsinformationszentrum BIZ
Individuelle Laufbahnberatung, siehe Beratungsangebote
Seminare für Berufsfachschulklassen, z.B. im Rahmen des ABU-Unterrichts, siehe Laufbahnseminar ü_2

