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Was ist Soziokultur?

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Mittagessen während einer Ferienwoche der Spielanimation

Der Nutzen von soziokulturellen Angeboten wie Gemeinschaftszentren, der Jugendarbeit oder der Nachbarschaftshilfe ist unübersehbar: Soziokultur führt Menschen zusammen, fördert das Zusammenleben und die Teilhabe an der Gesellschaft, stärkt die Quartieridentität. Besonders offensichtlich ist das in Gebieten, die wachsen oder deren Bevölkerung stark wechselt – was in Zürich gegenwärtig vielerorts der Fall ist. Soziokultur ist der Kitt der Gesellschaft, die ganze Stadt profitiert auf mehreren Ebenen von ihr.

Der Begriff «Soziokultur», der ab Mitte der 90er-Jahre in die politische Diskussion eingeführt, ist hingegen in der Bevölkerung nach wie vor wesentlich weniger gut etabliert als die Angebote, die er bezeichnet. In den letzten Jahren zeigte sich zudem, dass sich auch die Vorstellungen der Fachleute, was Soziokultur ist und macht, auseinanderentwickelt haben. Deshalb hat das Sozialdepartement mit den Anbietern bei den privaten Organisationen und den städtischen Sozialen Diensten ausführliche Diskussionen geführt, um ein gemeinsames Verständnis von Soziokultur zu erarbeiten. Diese Klärung bildete die Grundlage für einen neuen Leistungskatalog, der auch als Grundlage für ein neues Finanzierungssystem dient. Er unterscheidet sechs Leistungen, welche Infrastruktur, Grundangebote sowie Projekte umfassen.


Der neue Leistungskatalog

Infrastruktur

  • Soziokultur stellt der Bevölkerung günstige Räume für eigene Aktivitäten zur Verfügung und unterstützt sie, wenn nötig, in der Selbstorganisation.
    Beispiele: Raumvermietung in Gemeinschaftszentren oder Jugendtreffpunkten

Grundangebote

  • Soziokultur fördert die Begegnung unter verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
    Beispiele: Kafitreff, Indoorspielplatz, mobile Spielanimation.
  • Soziokultur schafft Situationen, in denen Menschen etwas lernen können.
    Beispiele: Kreativwerkstätten, Jugendliche organisieren eine Disco, Quartier-TV filmt mit Quartiergruppen.
  • Soziokultur unterstützt die Bevölkerung in der Entwicklung und Realisierung eigener Initiativen und hilft ihr dabei, ihr Umfeld mitzugestalten.
    Beispiele: Treffpunkt für Einelternfamilien, Hilfe bei Organisation eines Quartierfests, Kindertheater, Indianerwoche.
  • Soziokultur stellt Informationen über das Zusammenleben, Aktivitäten im Quartier und andere Angebote zur Verfügung.
    Beispiele: Infowand im GZ, aufsuchende Jugendarbeit, Online-Veranstaltungskalender.

Projekte

  • Soziokultur reagiert auf aktuelle Bedürfnisse, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu erhöhen.
    Beispiel: Zwischennutzungsprojekte

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