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Entstehung der Schulkreise
Die Entwicklung der Industrie und die freie Markt- und Verkehrswirtschaft der Stadt Zürich brachte zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen raschen Aufschwung.
Die bis in die dreissiger Jahre durch Wall und Graben umschlossene Stadt vermochte die vom Lande zuwandernde Bevölkerung nicht mehr aufzunehmen, weshalb sich Tausende in den benachbarten Gemeinden ansiedelten.
Im Jahre 1888 hatte Zürich etwas mehr als 28 000 Einwohner. Die Zahl der Einwohner der Aussengemeinden betrug rund 67'000. Es galt der Altstadt und den Aussengemeinden, die zu einem Ganzen geworden waren, eine rechtliche Gestalt zu geben. Das Ergebnis war die Stadtvereinigung vom Jahre 1893.
Ein Gemeinwesen von der Grösse der neuen Stadt Zürich bedurfte in mancher Hinsicht einer vom bisherigen Gemeinderecht abweichenden Organisation. Das «Vereinigungsgesetz» vom 5. Juli 1931 erlaubte die Einteilung des Stadtgebietes in die Verwaltungs- und Schulkreise, ebenso die Bestimmung der Zahl der Mitglieder des Gemeinderates.
Die neue Gemeindeordnung wurde am 15. Januar 1933 knapp angenommen. Es wurden fünf Schulkreise gebildet, weil man damals der Meinung war, dass in kleineren Schulkreisen der Kontakt zwischen Schule und Elternhaus leichter zu erreichen sei als in grösseren. Die damaligen Schulkreise sahen wie folgt aus:
| Schulkreis Glattal | Kreis 11 |
|---|---|
| Schulkreis Limmattal | Kreise 4 und 5 und die frühere Gemeinde Altstetten |
| Schulkreis Uto | Kreise 2 und 3 und die frühere Gemeinde Albisieden |
| Schulkreis Waidberg | Kreise 6 und 10 |
| Schulkreis Zürichberg | Kreise 1, 7 und 8 |
Die erste Anregung für eine Neuordnung der Schulkreiseinteilung kam 1945 von drei Doktoren (H. Bosshardt, J. Brunner und E. Richner). In den nächsten 15 Jahren kamen weitere sechs Anregungen dazu, bis schliesslich 1960 vom Schulvorstand ein Bericht bei der Stadtkanzlei über die Frage der Neueinteilung der Schulkreise in der Stadt Zürich eingegangen war. Das Ziel einer Neuordnung der Schulkreise war, dass die Arbeitslast der Kreisschulpflegen durch die Zahl der Schülerinnen und Schüler eines Kreises bestimmt wird.
Der Gemeinderat fasste am 1961 folgenden Beschluss:
Für das Schulwesen bestehen folgende sieben Schulkreise:
| Schulkreis Glattal | die früheren Gemeinden Affoltern, Oerlikon und Seebach |
|---|---|
| Schulkreis Letzi | Kreis 9 |
| Schulkreis Limmattal | Kreise 4 und 5 und vom Kreis 3 das Gebiet nördlich der Birmensdorferstrasse |
| Schulkreis Schwamendingen | die frühere Gemeinde Schwamendingen |
| Schulkreis Uto | Kreis 2 und vom Kreis 3 das Gebiet südlich der Birmensdorferstrasse |
| Schulkreis Waidberg | Kreise 6 und 10 |
| Schulkreis Zürichberg | Kreise 1, 7 und 8 |
Dieses Schulkreismodell hat sich bis zum heutigem Tag bewährt.

