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Medienmitteilungen
Tiefbau- und Entsorgungsdepartement
11. Mai 2009
Zürich erhält einen neuen Platz
Bau des Parkhauses Opéra macht Weg frei für Neugestaltung des Sechseläutenplatzes
Mit dem geplanten Baubeginn für das Parkhaus Opéra erfolgt der erste Schritt zu einer Aufwertung und Neugestaltung des Sechseläutenplatzes. Die Bauarbeiten für das Parkhaus unter dem Theaterplatz beginnen im Sommer 2009; ab Frühjahr 2011 kann dann der heute im Alltag kaum genutzte, aber für Zürich sehr bedeutende Sechseläutenplatz umgestaltet werden.
Nach einem sorgfältigen Planungsprozess ist es nun soweit: Unter
dem Theaterplatz entsteht das Parkhaus Opéra, welches die
Voraussetzung für die anschliessende Neugestaltung des
Sechseläutenplatzes bildet. «Zürich erhält damit nach einem langen
politischen Prozess einen neuen Platz», freut sich Ruth Genner,
Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements.
Verantwortlich für den Bau und Betrieb des neuen Parkhauses
ist die Parkhaus Opéra AG, ein Konsortium der Hardturm AG und der
AMAG. Das Parkhaus wird ab Frühsommer 2011 auf zwei Parkgeschossen
299 Parkplätze anbieten. Davon sind bis zu 50 Parkplätze für
Dauermieter vorgesehen. Das Bauprojekt ist eine Überarbeitung des
Wettbewerbsprojekts des Generalplanerteams Opus One. An der
Oberfläche werden drei Pavillons mit den Aufgängen sichtbar sein,
in einem dieser Pavillons ist zudem ein Café geplant. Die Zufahrt
zum Parkhaus erfolgt über die Falken- und Schillerstrasse.
Die Bauarbeiten werden von einer Arbeitsgemeinschaft der
Unternehmen Implenia Bau AG, Marti AG und Brunner Erben AG
ausgeführt. «Mit diesem anspruchsvollen Bauvorhaben werden wir
Zürichs Zentrum aufwerten», erklärt Vincent Albers, VR-Präsident
der Hardturm AG.
Von der Brache zum grosszügigen Stadtplatz
An die Realisierung des Parkhauses wird sich die
Neugestaltung des Sechseläutenplatzes anschliessen. Der
Sechseläutenplatz hat für Zürich eine grosse Bedeutung, trotzdem
erlebte er in den letzten Jahren eine lange Leidensgeschichte.
Versuche zur Renaturierung der Oberfläche scheiterten an der
intensiven Nutzung des Platzes. So präsentiert er sich heute als
unwirtliche Brache, die von der Öffentlichkeit nicht genutzt werden
kann. Das soll nun anders werden: während mindestens der Hälfte des
Jahres wird der Platz frei von Veranstaltungen sein. Die
Federführung bei der Neugestaltung liegt bei den
Landschaftsarchitekten vetschpartner aus Zürich.
Dank des neuen Parkhauses Opéra kann der Sechseläutenplatz
bis zum Opernhaus erweitert werden. Mit 16 000 m2 wird er zum
grössten innerstädtischen Platz der Schweiz. «Bei der Gestaltung
standen drei Grundprinzipien im Vordergrund: Die Öffnung des
Platzes, die Begrünung und die flexible Nutzung», erklärt
Stadtingenieur François Aellen. Die Oberfläche des Platzes wird
grösstenteils aus Valser-Quarzit bestehen. Den Hauptnutzern – hier
standen vor allem das Sechseläuten und der Zirkus im Vordergrund –
wurde dabei Rechnung getragen. So wird für den Umritt am
Sechseläuten eine dicke Schicht Granulat eingestreut. Für den
Zirkus gibt es bereits verschiedene fixe Verankerungen. «Doch der
Sechseläutenplatz soll in Zukunft vor allem von der Öffentlichkeit
genutzt werden können», stellt François Aellen fest.
Die Gestaltung des Platzes wird gemäss dem
Landschaftsarchitekten Walter Vetsch von verschiedenen Elementen
geprägt: «Bauminseln werden Schatten spenden und den Platz
begrünen, Sitzelemente, Wasserelemente und Inseln aus verschiedenen
Materialien werden aus dem Sechseläutenplatz einen grosszügigen,
ästhetisch überzeugenden Stadtplatz machen.» Pünktlich zum
Sechseläuten 2012 soll der neue Platz eröffnet werden.
Thema: Bauen
Organisationseinheit: Tiefbauamt

