Navigationspfad
Zum Seitenanfang
Publikationen & Broschüren
Persönlich-Kolumne: Investitionen
Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich
Ruth Genner, Vorsteherin Tiefbau- und Entsorgungsdepartement
Es ist eine Tatsache, egal ob man sie gut findet oder nicht: Man schaut nach Zürich. Die Einwohnerinnen, die ansässigen Firmen, die Investoren, aber auch die Hochschulen sind mitbeteiligt an der Entwicklung unserer Stadt.
Welche Ziele verfolgen wir als Stadtrat? Was will das Stadtparlament? Aus diesen Fragen entstehen die langen Debatten in Kommissionen, in Parteien oder im Gemeinderat. Zu Recht. Denn alle gewählten Politikerinnen und Politiker wollen und sollen mit entscheiden, wohin die Reise geht, worauf wir Ideen, Planungen und Geld künftig setzen wollen.
Der Budgetprozess für 2011 liess mehrheitlich genau solche Bekenntnisse vermissen. Das oberste gemeinsame Credo der Gemeinderatsmehrheit befasste sich nicht mit der Zukunft von Zürich. Sie fokussierte ganz allein auf eine Zahl, nämlich Null. Null Defizit. Das war die Vorgabe an den Stadtrat.
Nun, das gekürzte Budget liegt vor. Der Stadtrat hat den Auftrag des Parlaments erfüllt. Dazu hat er auch bei den Investitionen Abstriche machen müssen. Leider. Denn bei den Investitionen werden Weichen für die Zukunft von Zürich gestellt. Welche Bauten können wir realisieren? In den neuen Quartieren brauchen wir Schulhäuser. Es gibt Spitäler, die saniert werden sollen, genauso wie Strassen. Wichtig ist auch der Unterhalt der Werkleitungen. Eine gute Infrastruktur ist eine Stärke unserer Stadt!
Für die künftige Debatte im Parlament erwarte ich klare Aussagen darüber, wie die Entwicklung von Zürich weitergehen soll. Wir wollen nämlich Vorbild sein im Bereich der Nachhaltigkeit. Das haben uns die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Auftrag gegeben. Damit sind grosse Vorhaben verbunden im Bereich der erneuerbaren Energien, der Sanierung von Gebäuden oder des Schutzes von Grünraum, um nur wenige Beispiele zu nennen. Genauso wollen die Stadteinwohner ein grosses Engagement für Kinderbetreuung. Das bedingt Räume. Und gleichzeitig auch Personal.
Leisten wir Investitionen in die Zukunft, dann geben wir Zürich als Vorbildstadt eine Chance. Dafür setze ich mich ein.
Ruth Genner,
Vorsteherin Tiefbau- und Entsorgungsdepartement

