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Birnengitterrost (Gymnosporangium fuscum)
Ein Pilz, der auf zwei Wirtpflanzen lebt
Birnengitterrost ist eine Pilzerkrankung des Birnbaumes, die oft mit Feuerbrand verwechselt wird, weil sie auf den Blättern feuerrote Flecken hervorruft.
Birnengitterrost ist ein wirtwechselnder Pilz, der von März bis Mai auf seinem Hauptwirt, dem Zierwacholder (Juniperus) Fruchtkörper bildet. Nicht alle Wacholderarten infizieren sich (mehr zu resistenten Arten siehe externe Links). Zu erkennen ist der Pilz zuerst an unscheinbaren, dunkelbraunen Wärzchen auf den Ästen des Strauches. Im April/Mai (bei feuchter Witterung) verwandeln sich diese in rostrote bis orange Zäpfchen, gefüllt mit Pilzsporen. Die Sporen werden mit dem Wind bis zu 500 m weit getragen, und setzen sich auf die Blätter des Nebenwirts, des Birnbaums, um zu keimen. Ein starker Befall verformt auch die Früchte und schwächt den Baum. Nach dem Blattfall im Herbst ist der Birnbaum wieder frei vom Krankheitserreger. Das Laub kann bedenkenlos liegen gelassen oder kompostiert werden. Eine neue Infektion erfolgt erst wieder im nächsten Frühjahr über einen befallenen Wacholder.
Wacholder: Im April/Mai bilden sich aus spindelförmig verdickten Wacholderzweigen gallertartige Sporenlager
Birnbaum: Im Juni infiziert der Pilz die Blätter seines Nebenwirtes. Gelbe Tupfen entwickeln sich zu leuchtend orangeroten Flecken.
Es geht auch ohne Chemie
Eine chemische Bekämpfung des Pilzes ist theoretisch möglich, aber bei den Birnen als Nahrungsmittel eher unerwünscht. Eine vorbeugende Behandlung des Wacholders ist nicht möglich, einzig die Entfernung der Hauptwirtspflanze hilft. Findet der Pilz in der Umgebung des Birnbaumes keinen Wacholder, ist sein Lebenszyklus unterbrochen. Im Gegensatz zum Feuerbrand existiert für den Birnengitterrost in Zürich keine gesetzliche Grundlage. Grün Stadt Zürich setzt deshalb auf einvernehmliche Lösungen bei der Bekämpfung des Birnengitterrostes.

