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Kastanienminiermotte (Cameraria ohridella)
Wenn bei Rosskastanien in Zürich bereits im Sommer der Herbst ausbricht, sprich die Blätter welken, dann ist das die Schuld der Kastanienminiermotte. Es handelt sich dabei um einen Kleinschmetterling von ca. drei Millimetern Grösse, der seine Eier in den Blättern ablegt. Dort beginnen diese zu minieren (bohren), daher der Name des Pflanzenschädlings. In kurzer Zeit können sich bis zu drei Generationen entwickeln; die Verbreitung ist dementsprechend schnell und die Schäden sind gross. Die letzte Generation überwintert in den abgefallenen Blättern.
Die Miniermotte ist erstmals 1984 in Mazedonien aufgetreten. Den Verkehrsachsen entlang hat sie sich rasend schnell quer durch Europa ausgebreitet. Im Jahr 2000 trat sie erstmals am Zürcher Carparkplatz beim Hauptbahnhof auf. Ein Jahr später war die Miniermotte schon entlang des Sihlquais verbreitet und so ging es innert weniger Jahre über die gesamte Stadtfläche weiter.
Eine chemische Bekämpfung ist schwierig, da der Schädling die meiste Zeit im Innern der Pflanze verbringt und die ausgewachsenen Tiere sehr agil sind. Bis zum heutigen Tag besteht die einzig wirksame Massnahme im Aufsammeln des herab fallenden Laubes. Ein wirksamer Gegenspieler, wie das die Schlupfwespe für andere saugende Insektenarten ist, wurde für die Miniermotte bis heute nicht gefunden.
Kastanienminiermotte - befallene Blätter
Kastanienminiermotte - befallener Baum

