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Problempflanzen - Neophyten
Fundorte bitte melden!
Bitte melden Sie uns die Fundorte von Ambrosia, Riesenbärenklau, Japanischem Knöterich und Springkraut mit dem entsprechenden GSZ-Fundmeldeblatt. Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
Was sind Neophyten?
Seit der Entdeckung der «Neuen Welt» 1492 ermöglichten es die regen Handelsbeziehungen vielen Pflanzen per Bahn, Schiff oder Flugzeug aus Nordamerika und Ostasien nach Europa vorzudringen. Solche Pflanzen werden als Neophyten bezeichnet. Manche von ihnen wurden als Nutz- oder Gartenpflanzen eingeführt, andere gelangten als blinde Passagiere in Waren bzw. im Verpackungsmaterial, als Beimengungen von Getreide, Saatgut oder Vogelfutter hierher.
1 von 1000 eingeführten Pflanzen wird zum Problemfall
Nur wenige Neulinge können in unserem Klima selbständig überleben und sich fortpflanzen und eine noch geringere Anzahl sind hier ausbreitungsstark. Von 1000 eingeführten Pflanzen treten 100 unbeständig auf, 10 entwickeln sich zu «eingebürgerten Neophyten», aber nur eine von ihnen entwickelt sich zum Problemfall (z.B. wegen Verdrängung einheimischer Arten, Gesundheitsrisiko für Menschen, Unkraut in der Land- und Forstwirtschaft u.a.).
Warum sind invasive Neophyten eine Bedrohung? Was ist das Problem?
- für vorhandene Lebensgemeinschaften: Verdrängung, aber auch genetische Veränderung von Populationen verwandter einheimischer Arten durch Hybridisierung mit invasiven Neophyten;
- als Unkraut in der Land- und Forstwirtschaft: Ertrags- und Qualitätseinbussen;
- für Infrastrukturbauten: Schäden an Bauten, Mehrkosten für den Unterhalt von Strassen, Gleisanlagen, Uferböschungen, Grünanlagen, Mehraufwand für Sicherheit/Ästhetik;
- für die Gesundheit der Menschen.
Invasives Verhalten
Effiziente Ausbreitungsmechanismen und rasches Wachstum einerseits, das Fehlen artspezifischer Schädlinge und Krankheiten im Einführungsgebiet sowie das Vorhandensein gestörter Habitate andererseits spielen eine Rolle für die Entwicklung von invasivem Verhalten.
Wo der Mensch wohnt, produziert, arbeitet und fährt, entstehen immer wieder von Neuem nackte Böden ohne natürliche Vegetation. Neophyten finden hier ideale Lebensbedingungen: keine konkurrierenden Pflanzen, viel Licht und Wärme. Ein grosser Teil der Neophyten konzentriert sich deshalb auf die Stadt, die die Quelle für die Besiedlung anderer Lebensräume wie Flussufer, Naturschutzgebiete oder zeitweilig brachliegende Landwirtschaftsflächen ist.
Neophytenbekämpfung - Was kann man tun?
- Keine problematischen Neophyten der Schwarzen Liste (vgl. SKEW) anpflanzen, stattdessen einheimische Pflanzen verwenden.
- Bestände von problematischen Neophyten rechtzeitig entfernen, wenn sie noch klein sind. Meistens müssen die Massnahmen (ausreissen, ausgraben, schneiden etc.) wiederholt werden, manchmal sogar über mehrere Jahre.
- Achtung: Wurzelrückstände können oft wieder austreiben und Samen bleiben über Jahre keimfähig im Boden; deswegen regelmässig kontrollieren.
- Pflanzenmaterial von invasiven Neophyten nicht deponieren oder kompostieren, sondern in der Kehrichtabfuhr entsorgen.




