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Japanischer Knöterich - Reynoutria japonica
Detailansicht Blätter
Überwucherte Zone
Portrait
- Grosse, 1 - 3 m hohe Staude mit kräftigen, kahlen, hohlen Stängeln, welche meist dunkelrot angelaufen sind
- Charakteristisch sind die dicken Rhizome (unterirdische Sprosse). Im Frühling bilden die Rhizome zahlreiche Blatttriebe
- Die Blätter sind wechselständig, breit-eiförmig (maximal 20 cm lang), am Ende schmal zugespitzt
- Der Japanische Staudenknöterich ist zweihäusig, das heisst männliche und weibliche Blütenstände befinden sich an verschiedenen Individuen (der Japanische Stauden-Knöterich ist in Europa immer weiblich, die Vermehrung also ausschliesslich vegetativ)
- Blütenstand verzweigt, vielblütig, Blüten klein und weiss
- Blütezeit Juli bis September
Vorkommen
- Wechselnasse, nährstoffreiche Böden
- Uferbereiche von Fliessgewässern, Auenwälder, Schuttstellen (Wegränder, Bahn- und Strassenböschungen), Dämme, Gärten, Waldränder
Ausbreitung
- Kleinste Rhizomstücke sind fähig, kräftige Stauden zu bilden. (In der Literatur findet man Angaben, dass Rhizome aus 3 m Tiefe Stauden gebildet haben)
- Rhizomteile sind bis 1 m lang und können über mehrere Jahre ohne Sprosse im Boden verbleiben
- Unzählige schlafende Knospen an den unterirdischen Pflanzenteilen
- Verschleppung von abgeschnittenen Pflanzenteilen bei Pflegearbeiten
- Verschleppung von Pflanzenteilen durch Erdmaterial
Fundmeldeblatt
Melden Sie uns die Fundorte vom Japanischen Knöterich mit dem GSZ-Fundmeldeblatt. Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
Probleme
- Verdrängung der einheimischen Vegetation durch dichtes Blätterdach bzw. dichte ausgedehnte Bestände
- Über- und Unterwachsen der vorhandenen Vegetation
- Die oberirdischen Pflanzenteile sterben im Winter ab, hinterlassen kahle Böschungen, welche der Erosion ausgesetzt sind (z.B. an Flussufern)
- Kann Mauerwerk durchwachsen (Ufersicherungen, Beläge)
Prävention
- Japanknöterich und verwandte Arten nicht anpflanzen (Ausbringungsverbot voraussichtlich ab 2008 in Kraft)
- Sehr sorgfältig umgehen bei Pflegearbeiten und somit Verschleppung verhindern
- Sämtliches Pflanzenmaterial in Vergärungsanlage (Kompogas) oder Kehrrichtverbrennungsanlage entsorgen. Nicht kompostieren!
- Nach Abschluss von Gartenarbeiten Nachkontrollen vornehmen.
Bei grossen befallenen Flächen wenden Sie sich bitte an unsere Fachstelle Naturschutz.

