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Spätblühende Goldrute - Solidago gigantea und Kanadische Goldrute - Solidago canadensis

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Goldruten in Blüte


Spätblühende Goldrute


Portrait

  • Spätblühende Goldrute 60 - 120 cm hoch, Kanadische Goldrute bis 250 cm
  • Mehrjährig, Blätter und Stängel sterben im Winter ab
  • Stängel unverzweigt, bei Spätblühender Goldrute rötlich und kahl, bei Kanadischer Goldrute grün und behaart
  • Blätter 8 - 10 cm lang, schmal, am Ende zugespitzt
  • Blüht von Mitte Juli bis Oktober, Blütenstand aus zahlreichen kleinen, goldgelben Köpfchen, in Rispen angeordnet
  • Lange unterirdische Kriechsprossen (Rhizome)
  • Bis zu 19'000 flugfähige Samen pro Stängel
  • Bildet kein grosses Samenreservoir im Boden


Vorkommen und Ausbreitung

  • Licht- und wärmebedürftig, Keimung auf Rohboden, Keimlinge etablieren sich nur auf offenen Stellen, bevorzugte Standorte in der Stadt: Strassen- und Bahnböschungen, Gärten, Wegränder, Schuttplätze, Kiesgruben, Feuchtgebiete, Flussufer, Waldlichtungen, Auenwälder
  • Fernverbreitung durch flugfähige Samen
  • In grossen, etablierten Beständen Ausbreitung ausschliesslich vegetativ durch unterirdische Sprossen (Rhizome)


Probleme

  • Durch doppelte Vermehrungsstrategie (Flugsamen und Rhizome) effiziente und rasche Ausbreitung; auch verschleppte Rhizomstücke können wieder austreiben
  • Vor allem an Feuchtstandorten (Spätblühende Goldrute) und warmen Standorten (Kanadische Goldrute) grossflächige Verdrängung von einheimischen, häufig auch geschützten Pflanzenarten


Bekämpfungsmöglichkeiten

  • Pflanzen aus Gärten entfernen oder mindestens vor der Samenbildung zurückschneiden
  • Einzelne Pflanzen vor der Samenreife (bis spätestens August, besser aber vor der Blüte) mit den Wurzeln ausreissen und in die Kehrrichtverbrennung geben
  • Grössere Bestände zweimalig (Ende Mai und Mitte August) über mehrere Jahre möglichst tief mähen, Schnittgut wegführen und in professioneller Anlage kompostieren/vergären
  • Benutzte Geräte gut reinigen, da verschleppte Wurzelstücke wieder austreiben
  • Standorte mit wenig Vegetation (Kiesgruben, Baustellen) regelmässig kontrollieren
  • Offenen Boden mit einheimischen Arten begrünen


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