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Historisches über die Seeanlagen

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Entstehung

Die Seeanlagen waren ein Gemeinschaftswerk der Gemeinden Zürich, Riesbach und Enge. Das nach eingehender Planung in wenigen Jahren realisierte Grossprojekt, welches das Seeufer vom Hafen Wollishofen bis zum Zürichhorn umfasste, ist ein wichtiger Meilenstein in Zürichs Entwicklungsgeschichte. Noch heute beeindrucken die planerische Weitsicht, die Qualität der Gestaltung und der Mut zur Realisierung.

Bis zum Beginn der Schanzenschleifung um 1833 war Zürich eine Kleinstadt an der Limmat. Die stadtnahen Seeufer boten das Bild einer ländlichen Idylle mit sumpfigen Streuwiesen, vereinzelten Landsitzen, aber auch Lagerplätzen und kleinen Fabriken. Im Jahr 1863 setzte der Regierungsrat des Kantons Zürich neue Uferlinien im unteren Seebecken fest, um eine durchgehende Quaistrasse zu ermöglichen. Der Kantonsingenieur Welti legte daraufhin ein Projekt vor, welches die Uferzone von Stadelhofen bis in die Enge als Bahntrassee der rechtsufrigen Seebahn vorsah. Aufgerüttelt durch die Vorstellung eines «Eisernen Ringes», der das untere Seebecken umklammerte, taten sich Zürich, Riesbach und Enge im Kampf gegen das Eisenbahnprojekt zusammen.

Nachdem eine neue Linienführung für die rechtsufrige Seebahn gefunden war, trieben die drei Gemeinden die Idee eines Quaiprojekts voran, welches sowohl die Vorzüge der landschaftlichen Schönheit hervorheben als auch eine Erleichterung für den Verkehr bringen sollte. Aus Dutzenden von Projekten wurde dasjenige des Stadtingenieurs Arnold Bürkli weiterverfolgt. 1878 lag ein bereinigtes Grossprojekt vor und 1881 stimmten ihm die Bürger von Zürich zu. Ausgeklügelte Finanzierungsmodelle erlaubten weitgehend eine Eigenfinanzierung des neun Millionen Franken teuren Unternehmens.

In nur fünf Jahren, von 1882 bis 1887, wurden insgesamt 216'256 Quadratmeter Land aufgeschüttet. Die Quaibrücke, das Arboretum, der Alpen- und der Utoquai, um nur die wichtigsten aufzuzählen, wurden gebaut und bepflanzt. Die feierliche Einweihung der Quaianlagen fand im Juli 1887 statt. Mit der Realisierung der Quaianlagen war die Neuorientierung der Stadt vom Fluss zum See hin vollzogen.  


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