Navigationspfad
Zum Seitenanfang
Kirchhof Witikon
Todesfälle und Bestattungen
Für Todesfälle und Bestattungen wenden Sie sich bitte an das Bevölkerungsamt.
Telefon 044 412 31 78
Impressionen Kirchhof Witikon
Fakten
Fläche: 1'349 m2
Errichtet: 1270
Entwicklung
| Jahr | Entwicklungsschritt |
|---|---|
| Vor 1000 | Bau der ersten Kapelle |
| Um 1270 | Erste urkundliche Nennung von Friedhof und Kirche als eine von insgesamt 13 sogenannten Filialkapellen des Grossmünsters |
| 1848 | Der Staat übernimmt die Güter des Grossmünsters, die Witiker Kirche wird Eigentum des Kantons Zürich |
| 1929 | Umliegendes Kirchhügelgelände unter Heimatschutz |
| 1939 | Renovation der Kirche |
| 10.03.1957 | Letztmals wird ein regulärer Gottesdienst in der Kirche auf dem Hügel gelesen. Die Kirche wird abgelöst von der neuen reformierten Kirche Witikon. Zuvor gab es Bestrebungen, die alte Kirche in der Folge der Eingemeindung von 1934 auszubauen, aber dieses Ansinnen wurde mit Verweis auf die besonders harmonische Situation von Kirche und Kirchhof, die durch einen Ausbau des Gebäudes gestört worden wäre, verweigert |
| 1957 | Einweihung des neuen Friedhofs in Witikon. Dieser löst den alten Kirchhof als Friedhof weitgehend ab |
| 1961 | Der Kirchhügel wird der Freihaltezone zugeteilt und mit einem dauerhaften Bauverbot belegt. Bereits 1929 konnte ein Baugespann nur dank Intervention des Heimatschutzes verhindert werden |
| 1986 | Friedhof und Kirche unter Denkmalschutz |
| 1990er-Jahre | Schrittweise Restauration des Friedhofs auf den Zustand von 1920 |
Anlage
Markant liegt die kleine Anlage auf einem Hügel. Umgeben von einem Obsthain mit alten Sorten, geniesst man von Zürichs höchst gelegener Kirche einen eindrucksvollen Rundblick. Die Kirche bildet zusammen mit dem kleinen Friedhof und einer umfassenden Ringmauer ein denkmalgeschütztes Ensembe.
Im Laufe der Zeit hat sich die Anlage immer wieder verändert. Gemäss der Unterschutzstellung Mitte der 1980er-Jahre sollen die feingliedrigen Strukturen und charakteristischen Steine und Kreuze südlich des Weges erhalten bleiben. Die Gräber sind mit Eibe und Buchs eingefasst. Im nördlichen Bereich sind ehemalige Baumstrukturen vollständig verschwunden. Eine Neupflanzung widerspricht jedoch der Wiederbelegung der Gräber, wodurch der Bereich einen einfacheren Charakter erhält.
Doch trotz der Traditionsverbundenheit des Ortes ist der Kirchhof Witikon keine museale Anlage. Urnenbeisetzungen sind in den rund 200 Gräbern bis heute, wenn auch mit einem geringen Kontingent und in erster Linie für Alt-Witiker, möglich.
Besonderes
Seit Jahrhunderten wird der alte Witiker Friedhof als Bestattungstätte genutzt. Neben dem Kirchhof Höngg stellt die kleine Anlage in Witikon eines der schönsten Beispiele für einen bis heute betriebenen Kirchhof in der Stadt Zürich dar.




